Weiter Streit um Bordell im Aicherpark

Nocturn: "Kollision mit kirchlicher Nutzung"

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Rosenheim - Der Streit zwischen Stadt und Betreiber geht weiter: Die Verwaltung hat die Begründung auf Zulassung zur Berufung fertiggestellt. Die Argumente gegen ein Bordell beim "Brothaus": 

"Die Stadt Rosenheim ist der Ansicht, dass ein Bordell zwar grundsätzlich in einem Gewerbe- oder Industriegebiet zulässig ist, dass die Zulässigkeit des hier beantragten Bordells jedoch im Einzelfall nicht gegeben ist, da es sich rücksichtslos gegenüber der Umgebung im Sinne des § 15 BauNVO verhält." Im wesentlichen soll dieser grundsätzliche Widerspruch als Argumentationsgrundlage für die Zulassung eines Berufungsverfahrens vor dem Verwaltungsgerichtshof in München dienen.

Wie aus einer Stellungnahme der Stadt weiter hervorgeht, ist beim geplanten Bordell im Aicherpark mit einer "Kollision mit zwei Kirchennutzungen zu rechnen, die in unmittelbarer Umgebung stattfänden. "Bei den hier zu erwartenden milieubedingten Störungen" sei mit einer "nicht hinzunehmenden Intensität an Belästigung" zu rechnen.

Die Stadt geht weiter davon aus, dass "eine nicht unerhebliche Zahl von Veranstaltungen der Freien Christengemeinde "Brothaus" zu Zeiten stattfindet, die in die Betriebszeiten des Bordells fallen würden" und widerspricht somit der Argumentation des Verwaltungsgerichts.

Stadt widerspricht Vorwürfen des Betreibers

"Es ist zutreffend, dass das Bauordnungsamt im Rahmen seiner Bauberatung erläutert hat, dass die Ansiedlung derartiger Betriebe nicht in der Nähe von Wohnnutzungen, sondern nur in gewerblich geprägten Gebieten zulässig ist", heißt es in der Stellungnahme der Stadt Rosenheim in Sachen "Bordell im Aicherpark" weiter. Dass es aber auch im Gewerbegebiet zu einem Konflikt bei der Nutzung kommen könne, beweise der vorliegende Fall. "Zudem benennt das Bauordungsamt keine konkreten Standorte", so die Meldung der Verwaltung.

Lesen Sie dazu:

Der Betreiber des Bordells sei über eine Woche vor seiner Antragstellung darauf aufmerksam gemacht worden, "dass der konkrete Standort mit der Kirchennutzung, die sich im gleichen Gebäude befindet, nicht verträglich ist". Zudem habe die Verwaltung den Vorbescheid und somit die Ablehnung seitens der Stadt nicht erst nach knapp drei Monaten, wie vom Betreiber erklärt, sondern bereits nach rund acht Wochen verschickt.

Archivbilder aus dem geplanten Club "Nocturn" im Aicherpark

Bilder vom geplanten Bordell "Nocturn"

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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