Rettungsgassen-Video wird zum Internet-Hit

Dieser Einsatz lässt jeden Feuerwehrler staunen

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Augsburg - Ein Clip der Feuerwehr geht gerade auf Facebook viral. Es zeigt die Fahrt eines Einsatzwagens zu einem Unfallort. Was dabei passierte, ließ die Retter staunen.

Rettungskräfte haben es schwer. Bei Einsätzen auf Bundesstraßen oder Autobahnen finden sie anstatt einer Rettungsgasse oft genervte Autofahrer vor, die ihnen teilweise sogar absichtlich den Weg versperren. Zuletzt hatte ein Clip offenbart, gegen welch gravierende Probleme Retter anzukämpfen haben. Nun ist erneut ein Video im Netz aufgetaucht. Und auch dieses mutiert zum Internet-Hit - allerdings aus einem ganz anderen Grund.

Das Video, das von der Feuerwehr Königsbrunn auf YouTube und Facebook hochgeladen wurde, wurde aus dem Führerhaus eines Einsatzwagens heraus gefilmt. Der Clip zeigt die Fahrt zu einem Unfall nahe Königsbrunn. Das Fahrzeug fährt mit aktiviertem Martinshorn auf die B17 auf. Doch anstatt sich dort durch Automassen schlängeln zu müssen, schert der Wagen direkt in eine vorbildliche Rettungsgasse ein und gelangt problemlos zum Unfallort.

Und hier liegt genau das Problem. Dass nämlich alles so reibungslos ablief, wollen viele User nicht glauben. "Das Video muss ein Fake sein. Habe in über dreißig Dienstjahren niemals eine so perfekte Rettungsgasse gesehen", schreibt zum Beispiel ein Facebook-User und erntet für seinen Eintrag viele Likes. "Das war doch geplant", vermutet ein anderer. Immer wieder meldet sich die Feuerwehr zu Wort und beteuert: Nein, es ist kein Fake. Alles echt. Und auch auf den Einwand mehrerer User, beim ersten Einsatzfahrzeug hätte diese perfekte Rettungsgasse wohl noch nicht bestanden, kontern die Ehrenamtlichen: "Das erste Fahrzeug am Einsatzort war der RTW, das zweite die Polizei und direkt danach die Feuerwehr. Es ist anzunehmen, dass der RTW etwas länger gebraucht hat. Dennoch freuen wir uns, dass die Gasse so 'stabil' offen blieb und daher als super Anschauungsbeispiel dienen kann."

Warum die Feuerwehr den beeindruckenden Clip veröffentlichte? "Bei einem Verkehrsunfall zählt für die Unfallopfer jede Minute. Eine schnelle Hilfe ist aber nur möglich, wenn die Helfer auch zum Unfallort gelangen können", erklären die Retter auf ihrer Facebook-Seite. Doch dies würde viel zu selten gemacht, weshalb dieser Clip dazu motivieren solle, sich im Notfall selbst genauso zu verhalten. "Helft alle mit, Leben zu retten und bildet im Stau immer die Rettungsgasse. Verlinkt eure Freunde und teilt unser Video, damit alle wissen, wie sie selbst helfen können."

Von der Augsburger Allgemeinennoch mal auf eine mögliche Inszenierung des Videos angesprochen, erklärt Kommandant Rainer Schmid: "Wir können schlecht die Bundesstraße absperren und dann ein Übungsvideo drehen." Die Retter selbst seien überrascht gewesen von dem vorbildlichen Verhalten der Autofahrer. "Wir waren auch positiv überrascht und haben das Video ins Internet gestellt, um zu zeigen, dass es funktionieren kann." Die Realität sei meist aber eine andere.

Nach diesem Video wird sich das bei einigen Autofahrern aber vielleicht ändern. Denn mittlerweile wurde der Clip auf Facebook schon mehr als 7900 Mal geteilt und mehr als 620.000 Mal aufgerufen. Der Appell der Feuerwehr: "Wenn jeder mithilft und mit gutem Beispiel voran geht, dann kann es nur besser werden." Und es werden im besten Fall mehr Leben gerettet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot YouTube/Feuerwehr Königsbrunn

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