Veolia: Strecken-Übernahme in trockenen Tüchern

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Rosenheim/Landkreis - Neuer Name, neuer Betreiber, neue Farben: Ende 2013 beginnt für den Bahnverkehr im südlichen Oberbayern ein neues Zeitalter. Veolia bedient dann das Schienennetz.

Vertragsunterzeichnung mit Staatssekretärin Katja Hessel, Fritz Czeschka (Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft) und Heino Seeger (Regionalleiter Veolia Verkehr Süd)

Im wohl klimatisierten KuKo trafen sich am Dienstag die Verantwortlichen von Veolia Verkehr, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und des Freistaates Bayern zur Vertragsunterzeichnung. Zur Begrüßung der Gäste schritt Heino Seeger, Regionalleiter von Veolia Verkehr, auf die Bühne. Speziell an Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer richtete Seeger einen "außerordentlichen Gruß", und meinte "herzlich Willkommen in ihren Hallen Frau Bauer". Nicht ohne ein kleines Augenzwinkern in Richtung der Oberbürgermeisterin erklärte Seeger, "wir müssen jetzt sowieso ein wenig enger zusammenrücken."

Veolia unterzeichnet E-Netz-Vertrag

In seiner Ansprache präsentierte der Regionalleiter von Veolia Verkehr alle geplanten Neuerungen auf den Strecken München-Salzburg, München-Kufstein und auch für die Mangfalltal-Bahn zwischen Rosenheim und Holzkirchen.

Anschließend gab es die Vertragsunterzeichnung zwischen Fritz Czechka, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft GmbH, Staatssekretärin Katja Hessel und Heino Seeger.

Besonders stolz wurde der neue Zug mit dem fast schon historisch anmutenden Namen "Meridian" vorgestellt. In zwei verschiedenen Ausfertigungen - sechs-teilig mit einer Länge von 107,3 Metern und 333 Sitzplätzen und drei-teilig mit insgesamt 158 Sitzplätzen und einer Gesamtlänge von 59 Metern - sollen die Züge ab Dezember 2013 auf den Strecken verkehren.

Der "Meridian" soll Platz für bis zu 333 Fahrgäste bieten.

Aber wie kam der Name "Meridian" überhaupt zustande? Seeger erklärte, dass "die Namensfindung nicht einfach war. Anfangs haben wir uns überlegt, den Zug "Mozart-Bahn" zu taufen, weil er ja immerhin nach Salzburg fährt. Aber das hätten dann wahrscheinlich die Münchner nicht verstanden. Und "Oktoberfest-Bahn" wäre zwar für die Münchner passend, aber wiederum für die Salzburger nicht. Also haben wir uns einen Namen überlegt, der Stärke ausstrahlt und auch international verständlich ist."

Auch bei der Gestaltung der Züge haben sich die Verantwortlichen von Veolia Verkehr und der Firma Stadler Pankow GmbH, die den Bau der Züge übernimmt, einige Gedanken gemacht. "Bewusst haben wir uns gegen die Doppeldecker-Wagen entschieden, weil diese Art der Züge oft zu Problemen beim Aus- und Einsteigen führt. Wir schicken lieber längere Züge auf die Strecke, die mehr Platz für die Reisenden bieten und auch mehr Türen haben," so Seeger.

Nicht nur für die Reisenden soll mehr Platz geschaffen werden. Auch das Gepäck soll im "Meridian" besser untergebracht sein. "Hinter den Sitzen wird es Ablagen für Gepäckstücke geben und wie gewohnt natürlich auch die Fächer über den Sitzplätzen. Damit haben die neuen Züge mehr Stauraum als die Doppeldecker-Bahnen bislang," so Jörg Frank-Marquardt, Leiter für Vertrieb und Marketing bei Veolia Verkehr.

Patrick Steinke

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © cs

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