Vanessas Mörder schaute als Kind täglich Horrorfilme

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Vanessas Mörder Michael W. Schon mit 14 Jahren schaute er täglich Horrorfilme.

Augsburg - Als Tod verkleidet ermordete er die kleine Vanessa (12). Richter müssen nun entscheiden, ob der Killer in  Sicherungsverwahrung muss - oder frei kommt. Nun spricht die Mutter über seine Kindheit.

Im Prozess um die nachträgliche Sicherungsverwahrung des Mörders der zwölfjährigen Vanessa ist es am Dienstag um die Kindheit und Jugend des heute 29-Jährigen gegangen.

Mit etwa 14 Jahren habe ihr Sohn angefangen, regelmäßig Horrorfilme zu schauen, sagte die Adoptivmutter am Dienstag vor der Jugendkammer des Augsburger Landgerichts. “Vielleicht einen am Tag“, sagte sie. Als Kind sei er pflegeleicht gewesen. Nach dem Tod seines Adoptivvaters 1993 habe er sich verändert, sei immer ruhiger und zurückgezogener geworden. “Da ist er in ein tiefes Loch gefallen.“

Der Fall Vanessa

Der Fall Vanessa

Die Richter müssen entscheiden, ob der Täter in nachträgliche Sicherungsverwahrung muss, oder ob er freikommt. Dazu prüfen sie, ob er weiter hochgefährlich ist und bei ihm eine psychische Störung vorliegt. Seine zehnjährige Haftstrafe hat der Mann bereits verbüßt. Als Tod verkleidet hatte er 2002 die zwölfjährige Vanessa in ihrem Elternhaus in Gersthofen im Landkreis Augsburg erstochen - nach dem Vorbild eines Horrorfilms.

dpa

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