Starker Schneefall: Unwetterwarnung aufgehoben!

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Landkreis - Mit den starken Schneefällen ist wohl erstmal Schluss: Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung aufgehoben. Die Aussichten für die kommenden Tage bleiben aber winterlich!

UPDATE Mittwoch, 14.49 Uhr

Die amtlichen Unwetterwarnungen vor starkem Schneefall für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und das Berchtesgadener Land (ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Dienstag, 30.12.14, 17.49 Uhr) wurden am Mittwoch, 31. Dezember, um 14.49 Uhr wieder aufgehoben.

Entwicklung der Schneehöhen zum Jahresbeginn 2015

Nachdem es seit Weihnachten vielerorts doch noch zu einem richtigen Wintereinbruch mit verbreiteten Schneefällen und eisigen Temperaturen von teils unter -20 Grad kam, wollen wir einen Ausblick auf die ersten Tage des neuen Jahres wagen.

Am Donnerstag (Neujahrstag) dominiert ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa. In den Mittelgebirgen sowie im Süden Deutschlands ist es mit Werten zwischen 0 und 3 Grad etwas kühler. Aber auch diese Temperaturen sind ausreichend, um der vielerorts vorhandenen Schneedecke allmählich einige Millimeter bis Zentimeter Schnee zu entreißen. In den Alpen und im Alpenvorland bestehen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die größten Chancen zur vorübergehenden Schneekonservierung.

In der Nacht zum Freitag (02.01.2015) greift eine Warmfront von Nordwesten her auf Deutschland über, wodurch die Schneefallgrenze zunächst deutlich ansteigt und die Niederschläge bis in die Kammlagen der Mittelgebirge als Regen fallen. Bis zum Abend breiten sich die Niederschläge bis zu den Alpen aus. Auch hier können diese noch kurzzeitig in Form von Regen fallen. Bei zum Teil noch gefrorenen Böden besteht besonders im Mittelgebirgsraum und im Süden eine erhöhte Gefahr von gefrierendem Regen mit Glatteis. Dieser Warmfront folgt jedoch relativ zeitnah eine Kaltfront, die mit einfließender Kaltluft die Schneefallgrenze wieder recht zügig auf 800 bis 500 m absinken lässt. Vor Ankunft der Kaltfront kann die Temperatur verbreitet auf 2 bis 6 Grad ansteigen. Im Westen und Norden wird es mit 6 bis 9 Grad etwas wärmer. Temperaturen um den Gefrierpunkt sind dann nur noch in den höchsten Lagen der Mittelgebirge und der Alpen zu finden. So dürfte bis Freitagabend der Großteil des Schnees, der in tieferen Lagen noch zu finden ist, weitestgehend weggeschmolzen sein. In höheren Lagen wird die Schneehöhe ebenso weitere Zentimeter einbüßen. Jedoch können mit Passage der Kaltfront in den höheren Lagen im Tagesverlauf wieder einige Zentimeter an Neuschnee dazukommen.

In der Nacht zum Samstag (03.01.2015) muss vor allem südlich der Donau sowie im Bayerischen Wald mit weiteren Schneefällen gerechnet werden. Dabei ist örtlich erneut um zehn Zentimeter Neuschnee möglich. Am Alpenrand werden nochmals leichte Schneefälle erwartet. Dauerfrost ist nur in den höchsten Lagen (etwa oberhalb von 800 bis 1000 m) anzufinden.

Schaut man sich nun die mittelfristigen Modellergebnisse für nächste Woche an, so tendieren die Modelle mehr und mehr hin zur Westwetterlage. Wie schon zu Beginn des Dezembers beeinflussen dann stets Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik unser Wettergeschehen und führen mit einer westlichen Strömung zunehmend mildere Meeresluft nach Mitteleuropa und Deutschland.  Insgesamt ist das Temperaturniveau im Süden etwas niedriger, sodass sich der Schnee, abgesehen von den höheren Berglagen, im Alpenvorland noch am längsten halten wird. Zumal dort neben den Alpen auch die größten Schneemassen innerhalb Deutschlands zu finden sind. Darüber hinaus sinkt dort die nächtliche Temperatur stets in den Frostbereich. Jedoch wird sich bei weiterer Fortdauer der Westwetterlage nach und nach der Schnee im gesamten Bundesgebiet in die höchsten Lagen der Mittelgebirge und der Alpen zurückziehen.

Pressemitteilung Deutscher Wetterdienst

Unwetterwarnung von Dienstag

Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKEM SCHNEEFALL

- für Kreis und Stadt Rosenheim

- für Kreis Traunstein

- für Kreis Altötting

- für Kreis Mühldorf

- für Kreis Berchtesgadener Land

gültig von: Dienstag, 30.12.2014 17:49 Uhr bis: Mittwoch, 31.12.2014 15:00 Uhr

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Dienstag, 30.12.2014 17:49 Uhr

Aktualisierung: Der Schneefall verstärkt sich in der Nacht und dauert bis Mittwochnachmittag an. Zu den bereits gefallenen zehn bis 20 cm kommen bis dahin 15 bis 30, in den Staugebieten 40 bis 50 cm Neuschnee hinzu.

Erstmeldung, Montag 20 Uhr

Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKEM SCHNEEFALL

- für Kreis und Stadt Rosenheim

- für Kreis Traunstein

- für Kreis Altötting

- für Kreis Mühldorf

- für Kreis Berchtesgadener Land

gültig von: Dienstag, 30.12.2014 08:00 Uhr bis: Mittwoch, 31.12.2014 08:00 Uhr

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Montag, 29.12.2014 19:26 Uhr

Von Norden einsetzender starker Schneefall. Dabei 20 bis 40 cm, in Staulagen auch um 50 cm Neuschnee. Glätte durch Schnee und Matsch.

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Straßen können stellenweise unpassierbar sein. Unter anderem können Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Vermeiden Sie alle Autofahrten! Fahren Sie nur mit Winterausrüstung!

Service: Darf man zu spät in die Arbeit kommen?

Wie verhält es sich, wenn wegen Eis und Schnee auf den Straßen oder der Schiene nichts mehr geht? Darf man zu spät in die Arbeit kommen - oder gleich zu Hause bleiben? Die Rechtsprechung ist hier (leider) eindeutig: Ob es draußen stürmt oder schneit, wir müssen pünktlich im Betrieb sein.

Die Arbeitgeber haben das Recht auf ihrer Seite. Der Grund: Arbeiter und Angestellte tragen das "Wegerisiko". Heißt: Wie wir in die Arbeit kommen, auch bei verschneiten Straßen, ist allein unser Problem. Im Winter kann das also bedeuten, früher aufzubrechen oder die Anreise anders zu organisieren. Für Verspätungen ist der Arbeitnehmer selbst verantwortlich - und verletzt dann genau genommen seine arbeitsrechtlichen Pflichten.

Abmahnungen oder gar eine Kündigung ist bei einer einmaligen Verspätung nicht zu befürchten. Allerdings gilt: Der Chef kann verlangen, die Zeit nachzuarbeiten - oder den Lohn dementsprechend kürzen.

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xe/Pressemitteilung Deutscher Wetterdienst

Quelle: rosenheim24.de

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