Wohnraum für Asylbewerber im Landkreis

Asyl-Unterkünfte: "Bewohnbar und geeignet"

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Landkreis Rosenheim - Wie auch in der Stadt Rosenheim ist der Bedarf an Wohnraum im Landkreis für Asylbewerber ungebrochen. Warum das Landratsamt trotzdem eine Vorauswahl treffen muss: 

"Ich habe beim Landratsamt Rosenheim ca. 200 m² Wohnraum angeboten", berichtet einer unserer Leser in den Kommentaren unter dem Artikel zur aktuellen Wohnungssituation für Flüchtlinge in der Stadt Rosenheim. Seine Anfrage soll von Mitarbeitern des Landratsamts jedoch abgelehnt worden sein. 

Der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge ist auch aktuell noch sehr hoch, wie der Pressesprecher des Landratsamts in Rosenheim, Michael Fischer, im Gespräch mit rosenheim24.de bestätigt. Warum die Mitarbeiter des Landratsamts trotzdem vorab schon eine Auswahl treffen müssen.

"Wohnung muss bewohnbar und auch geeignet sein"

"Insgesamt 5,7 Prozent der auf den Bezirk Oberbayern entfallenden Asylbewerber muss der Landkreis Rosenheim unterbringen", erklärt Michael Fischer. Aktuell könne man jedem Flüchtling, der dem Landkreis von der Regierung von Oberbayern zugeteilt wurde, auch ein Dach über dem Kopf bieten. Trotzdem sei der Bedarf an neuen Wohnungen ungebrochen, man könne ja davon ausgehen, dass der Zustrom in absehbarer Zeit nicht ende, so Fischer.

Nach der Kontaktaufnahme seitens interessierter Vermieter würden Mitarbeiter des Landratsamts die Angebote prüfen und sich die potentiellen Unterkünfte dann vor Ort ansehen. Dabei werde auch der Zustand der Wohnungen oder Häuser überprüft. "Es muss sichergestellt werden, dass sie auch bewohnbar und für die Asylbewerber geeignet sind", erklärt Fischer. Nach der erfolgreichen Prüfung könne dann ein Mietvertrag mit dem Landratsamt als Hauptmieter geschlossen werden.

Dach über dem Kopf, Essen und ärztliche Versorgung

"Bei der Verteilung der Asylbewerber auf die einzelnen Gemeinden im Landkreis gibt es keine Quote", betont der Pressesprecher des Landratsamts in Rosenheim. Die Flüchtlinge würden schlicht dort untergebracht, wo auch Unterkünfte in den Gemeinden zur Verfügung stünden. Dabei habe man sich ähnlich der Stadt Rosenheim von Anfang an auf die dezentrale Unterbringung geeinigt. Gemeinschaftsunterkünfte, die vom Landkreis betrieben werden, soll es auch in Zukunft nicht geben. Das gewählte System soll die Selbstständigkeit der Asylbewerber fördern, sie sollen dadurch zu "einem Stückchen Normalität" in den Gemeinden werden, erklärt Michael Fischer.

"Der Landkreis sorgt für ein Dach, Essen und die ärztliche Versorgung", beschreibt Fischer die Zuständigkeit des Landratsamts. Alles was darüber hinaus ginge, beispielsweise die Betreuung der Flüchtlinge, falle in die Zuständigkeit sogenannter Träger, wie zum Beispiel der Diakonie. "Alle Beteiligten machen jeden Tag neue Erfahrungen", erklärt Fischer die Situation, in der sich die Mitarbeiter des Landratsamts, aber auch die Träger und die vielen ehrenamtlichen Helfer aktuell wiederfänden.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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