Unterwäsche von Göring, Kleider von Braun

"Widerliche" Auktion in München: So viel Geld brachte Hitlers Jacke

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München - Der Zentralrat der Juden ist empört. Der Oberbürgermeister forderte, die Veranstaltung abzusagen. Dennoch: Am Wochenende kamen Nazi-Gegenstände, unter anderem von Hitler, unter den Hammer.

Am Wochenende fand die umstrittene Auktion von Nazi-Gegenständen in München statt. Neben Unterwäsche von Herrmann Göring und Kleidern von Eva Braun wurden außerdem Socken sowie die letzte Uniformjacke von Adolf Hitler versteigert. Zudem konnten Interessierte Hanfseile von den Hinrichtungen des 16. Oktober 1946 erwerben. 

Die 169 Stücke der Sonder-Auktion stammten allesamt aus der Sammlung des bekannten US-Mediziners John Kingsley Lattimer. Der Army-Arzt war während der Nürnberger Prozesse für die medizinische Versorgung der Angeklagten zuständig.

Zentralrat der Juden schockiert - Uniformjacke unter dem Hammer

Der Zentralrat der Juden fand die Versteigerung "widerlich", auch der Münchner Oberbürgermeister, Dieter Reiter, war alles andere als begeistert von der Veranstaltung: Er bat, diese abzusagen. Trotz aller Kritik kamen die Stücke unter den Hammer. Wie auf bild.de zu lesen ist, ersteigerte ein einzelner Käufer insgesamt 56 Stücke und gab an die 600.000 Euro dafür aus. Der Argentinier erwarb unter anderem die letzte Uniformjacke Adolf Hitlers - diese war ihm 275.000 Euro wert. Für 26.000 Euro ging Görings Giftkapsel-Behälter über den Auktionstisch.

bp

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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