Toter Bauer: Urteil gegen Angehörige erwartet

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Die Witwe des getöteten Landwirts.

Landshut - Im neuen Prozess um den Tod des vor neun Jahren verschwundenen Bauern aus dem oberbayerischen Neuburg an der Donau will das Landshuter Landgericht noch in dieser Woche das Urteil verkünden.

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Die Ehefrau des 52-Jährigen, eine Tochter und ein Freund wurden bereits 2005 in Ingolstadt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie den Bauern umgebracht, zerstückelt und an die Hofhunde verfüttert haben sollen. Grundlage des Urteils waren damals falsche und später widerrufene Geständnisse.

Nachdem die unversehrte Leiche des Mannes 2009 aus der Donau geborgen wurde, wird der Fall nun in Landshut neu aufgerollt. Die Verteidiger wollen Freisprüche erreichen. Das Gericht werde voraussichtlich am Freitag das Urteil verkünden, sagte ein Justizsprecher am Montag. An den nächsten beiden Verhandlungstagen am Mittwoch und Donnerstag sollen zuerst noch ein Sachverständiger und eventuell ein Psychologe aussagen, danach sind die Plädoyers des Staatsanwaltes und der Verteidiger geplant.

Ursprünglich war in dem Prozess auch die zweite Tochter des im Oktober 2001 verschwundenen Bauern angeklagt. Wegen der Schwangerschaft der 24-Jährigen wurde das Verfahren gegen die junge Frau jedoch abgetrennt, so dass nun zunächst nur die Urteile gegen die 55 Jahre alte Ehefrau, die 26-jährige Tochter und den 27 Jahre alten Freund erwartet werden.

lby

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