Nach dem tödlicher Unfall in Kiefersfelden

So kam es zu dem tragischen Bergunglück

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Bilder vom Einsatz der Bergwacht, nachdem zwei Bergsteiger einen Abhang hinab stürzten.

Kiefersfelden - Am Dienstagnachmittag, 21.06.16, ereignete sich am Schwarzenberg in Kiefersfelden ein schwerer Bergunfall. Nun wurden Einzelheiten zum Unfallhergang und zur Unglücksstelle bekannt.

Update, 10.05 Uhr - Einzelheiten zum Unfallhergang

Nach dem tragischen Bergunfall am Dienstagmittag, bei dem sich ein 69-jähriger Bergsteiger schwer verletzte und ein 76-jähriger Wanderer tödlich verunglückte, gab der Bereitschaftsleiter der Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden Florian Lotter im Gespräch mit rosenheim24.de Einzelheiten zur Unfallstelle bekannt.

Bei dem Weg, den die sechsköpfige Wanderergruppe beim Abstieg von der Ramserer Alm benutzten, handle es sich um einen normalen Wanderweg, der über weite Strecken circa einen Meter breit ist. Nur an wenigen Stellen sei der Weg etwas schmäler, so Lotter. Da der Wanderweg durch ein Waldstück führe, wäre er aufgrund der Witterung der vergangenen Wochen noch leicht nass und von Laub bedeckt gewesen. Dadurch könnten herausstehende Wurzeln oder kleine Steine leicht übersehen werden.

Dennoch handle es sich generell um keinen gefährlichen Wanderweg, vergleichbar beispielsweise mit dem Brünnsteinklettersteig, an dem weitaus häufiger Bergunglücke geschehen würden. Lotter könne sich lediglich an einen weiteren Bergunfall erinnern, der sich vor einigen Jahren etwas weiter unterhalb von der Unfallstelle am Dienstag ereignete. Ansonsten käme es eigentlich nie zu Bergwachteinsätzen speziell an diesem Wanderweg.

Es handle sich bei dem Vorfall am Dienstag einfach um ein "tragisches Unglück, das so kaum oder gar nicht zu verhindern ist", so der Bereitschaftsleiter. Die beiden abgestürzten Bergsteiger wären eben genau an einem Wegabschnitt abgerutscht, an den ein steiler Abhang grenzt. Als erfahrener Bergsteiger könne Lotter sagen, dass man beim Wandern immer einmal wieder leicht wegrutscht oder kurzzeitig unaufmerksam sei, diese Vorfälle jedoch meistens glimpflich ausgingen, da man gewöhnlich gleich wieder Halt fände. Dieses Glück hätten die beiden gestürzten Wanderer leider nicht gehabt.

Pressemitteilung

Ein Wandergruppe von fünf Personen aus Nordrhein-Westfalen war gegen 14.50 Uhr auf einem Wanderweg in steilem Gelände unterwegs, als aus bislang ungeklärter Ursache zwei Männer abstürzt sind und sich dabei schwerste Verletzungen zugezogen haben. 

Ein 74-jähriger Mann verstarb noch an der Unfallstelle und wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen, ein 69-jähriger Mann mussten mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Die drei verbliebenen Wanderer wurden durch die Bergwacht ins Tal gebracht und werden durch das Kriseninterventionsteam (KIT) betreut.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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