Stopp der Landflucht: Datenautobahnen sollen helfen

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München - Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Die Grünen glauben an ein neues Rezept gegen die Entvölkerung. Investitionskosten: 12 Milliarden Euro

Bayerns Grüne fordern als Rezept gegen die drohende Entvölkerung ländlicher Regionen Milliardeninvestitionen in schnelle Internetverbindungen - anstelle immer neuer Straßen. Datenautobahnen sind nach Einschätzung von Grünen-Landeschefin Theresa Schopper inzwischen wichtiger für die Zukunft des ländlichen Raums als asphaltierte Schnellstraßen.

Sinnvoll wäre der Ausbau des gesamten Netzes mit Glasfaserkabeln, sagte Schopper am Mittwoch in München. “Das wäre der Weg der Zukunft.“ Damit sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre in den meisten Landkommunen Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit pro Sekunde möglich gemacht werden - um ein Vieldutzendfaches schneller als heutige Internetverbindungen in vielen Landgemeinden. Die Investitionen in den Bau neuer Straßen sollten dagegen reduziert werden, weil die Bevölkerung in vielen Regionen ohnehin abnimmt.

Das Kalkül der Grünen: Schnelle Internetverbindungen würden es weit mehr Unternehmen als bisher ermöglichen, sich fernab der teuren Ballungszentren anzusiedeln, so dass auch in ländlichen Regionen neue Arbeitsplätze für Hochqualifizierte entstehen könnten.

Die Kosten der Verlegung von Glasfaserkabeln bis zum letzten Einzelgehöft in Bayern schätzen die Grünen auf 12 Milliarden Euro - eine Summe, die aber auch Schopper nicht für realistisch finanzierbar hält. “Wir werden nicht Kabel in jeden Weiler mit drei Ortsteilen hinverlegen können. Das kann man bei aller Liebe nicht leisten.“

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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