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Darum heulen am Mittwoch in ganz Bayern die Sirenen

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So oder so ähnlich sehen die Sirenen aus, die am Mittwoch in ganz Bayern dafür sorgen, dass es um 11 Uhr ordentlich laut wird.

München - Am Mittwoch, 19. Oktober, heulen die Sirenen in Bayern: Um Punkt 11 Uhr einen Probealarm - in München allerdings nicht. Alle Infos zum Sirenenalarm in Bayern.

Zwei Mal im Jahr wird's laut im Freistaat: Dann wird das Sirenenwarnsystem angeschmissen um zu testen, ob es überall funktioniert. Das Innenministerium warnt die Bevölkerung vor dem Probelalarm, der am Mittwoch, 19. Oktober, um 11 Uhr durch Bayern schallen wird.

Allerdings nicht in ganz Bayern. Nur in der Landeshauptstadt München bleibt es leise.

Sirenenalarm in Bayern: Warum gibt's das überhaut?

Normalerweise heulen die Sirenen etwa, wenn gefährliche Schadstoffe in der Luft freigesetzt werden. Der Probealarm am Mittwoch dient neben dem Funktionstest vor allem dazu, die Bevölkerung über die Bedeutung der Sirenen zu informieren. 

In Bayern stehen Sirenen im Umkreis von 25 Kilometern rund um die Kernkraftwerke und von Betrieben, die der so genannten Störfallverordnung unterliegen. Auch Feuerwehrsirenen gibt es.

Sirenenalarm in Bayern: Was tun, wenn's laut wird?

Am Mittwoch, 19. Oktober, heulen die Sirenen probeweise. Doch was soll man eigentlich tun, wenn sie im Ernstfall eingeschaltet werden? Darauf weist das Innenministerium hin: Rundfunkgeräte anmachen und auf Durchsagen achten. Denn wenn es laut wird im Freistaat, bedeutet das, dass die Bevölkerung mit "schwerwiegenden Gefahren" rechnen muss. Im Radio und in anderen Medien gibt es dann in der Regel weitere Informationen.

Wenn die Sirenen im Gefahrenfall heulen, gilt also: Vorsicht walten lassen und Radio oder Fernseher einschalten!

Sirenenalarm in Bayern: Welche Städte und Landkreise sind betroffen?

Wie auch schon im vergangenen April sind auch diesmal nicht alle Gemeinden in Bayern am Probealarm beteiligt. Während die Landkreise Schweinfurt, Ebersberg, Weilheim-Schongau, und Garmisch-Partenkirchen etwa komplett betroffen sind, muss sich im Landkreis Starnberg nur Herrsching auf eine laute Minute einstellen.

Ob Ihre Stadt oder Ihr Landkreis am Mittwoch beim Probealarm dabei ist, können Sie auf der Seite des bayerischen Innenministeriums nachlesen.

Sirenenalarm in Bayern: Warum bleibt es in München still?

Wenn am Mittwoch, 19. Oktober, um 11 Uhr in ganz Bayern die Sirenen heulen, bleibt es in München still. Das liegt daran, dass in der Landeshauptstadt schon vor Jahren die Sirenen abgebaut wurden, die zuvor flächendeckend auf Gebäuden installiert waren. München setzt stattdessen in Katastrophenfällen auf Durchsagen mit mobilen Lautsprechern auf Feuerwehrfahrzeugen. Zudem wurde im September 2014 das Warnsystem Katwarn eingeführt, das die Bürger im Notfall per SMS, E-Mail oder Smartphone-App informiert.

Jeder, der die App auf seinem Handy installiert hat, bekommt gegen 11 Uhr eine Probewarnung aufs Smartphone geschickt: "KATWARN Probealarm – gültig ab sofort" - dieser oder ein ähnlicher Text erscheint dann im Display, wie die Landeshauptstadt mitteilt. Im Ernstfall warnt das System vor Unwettern, Chemieunfällen, Großbränden oder Naturkatastrophen. Als es an Silvester eine Terrorwarnung für München gegeben hat, wurden die Menschen ebenfalls durch Katwarn informiert.

"Große Probealarme sind ganz wichtig, um den reibungslosen Ablauf der digitalen Warnungen zu trainieren und um die Menschen an die Funktionsweise von Katwarn zu erinnern", sagt Lagedienstführer Matthias Keller, der in der Integrierten Leitstelle der Berufsfeuerwehr den Probealarm in München auslösen wird.

Wer die Katwarn-App selbst auf seinem Handy haben möchte, kann sie sich herunterladen: Für iPhone im App Store und für Android-Smartphones im Google Play Store.

Sirenenalarm in Bayern: So hört sich das an

So hört sich Sirene beim Probealarm in Bayern am 20. April 2016 an. Das Video ist bei einem früheren Probealarm entstanden.

fro/pak

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