Ärger wegen Chiemsee-Gral: Besitzer verklagt Finder

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Der Kessel besteht aus etwa zehn Kilogramm 18-karätigem Gold, ist rund 30 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von etwa 50 Zentimeter.

Seebruck/Houston - Hat Käufer Joe H. etwa zu viel Geld für den Kessel auf den Tisch gelegt? Der Besitzer wittert Betrug und verklagt nun Schatzsucher Jens Essig.

Der deutschstämmige Joe H., Besitzer des Chiemsee-Grals - ein Kessel aus 80 Prozent Gold und einem Silberanteil von 20 Prozent - zieht nun in Texas gegen den Schatzsucher Jens Essig vor Gericht, wie die OVB-Heimatzeitungen berichten.

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Der Kessel wurde im Chiemsee, etwa 200 Meter vom Ufer in der Nähe von Seebruck, gefunden. Essig gilt als "Mitentdecker". Seit 2003 war der "Gral" im Besitz eines Millionenbetrügers. Als Teil der Konkursmasse wurde er 2014 versteigert. Joe H. schlug zu, bezahlte knapp 800.000 Euro - der Materialwert liegt aber deutlich darunter.

Nun fühlt er sich betrogen und fordert Schadensersatz. Denn: Essig habe ihn im März 2014 mehrmals angerufen und aufgefordert mitzubieten, da der Kessel ein echtes Stück aus vorchristlicher, keltischer Zeit sei, so die OVB-Heimatzeitungen.

Eine Suchanfrage im Internet zeigt, dass der Kessel wohl 1932 vom Münchner Goldschmied Otto Gahr gefertigt wurde, und zwar für einen Stützpunkt der SS. Joe H. und sein Anwalt bezweifeln nun, ob der Chiemsee-Gral tatsächlich original keltisch ist und den hohen Preis wert war.

Die ausführliche spannende Geschichte zur Klage lesen Sie auf ovb-online.de und in Ihrer OVB-Heimatzeitung.

Quelle: chiemgau24.de

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