Abschied vom "Soldatenvater"

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Schönau am Königssee - Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Georg Leber, der im Alter von 91 Jahren verstarb, ist mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt worden. *Neue Fotos*

Bischof und Kardinal Karl Lehmann aus Mainz würdigte Leber als "Mann des Friedens". Zunächst im Rahmen des Requiems in der Kirche Unterstein in der Gemeinde Schönau am Königssee, dann bei der Aussegnungsfeier am Bergfriedhof.

Georg Leber beigesetzt

Hochrangige Gäste kamen, um Leber die letzte Ehre zu erweisen: Verteidigungsminister Thomas de Maiziére (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel, SPD-Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier und Peter Struck, ehemaliger Bundesminister der Verteidigung sowie Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler. Freilich nahmen auch der Landrat des Berchtesgadener Landes, Georg Grabner, sowie Bürgermeister aus der Region an den Trauerfeierlichkeiten teil. Aus den Reihen der Bundeswehr reisten zusätzlich zwölf Generäle an.

Für die Beisetzung hatte das Berliner Wachbataillon der Bundeswehr nach Ministeriumsangaben ein Großes Ehrengeleit samt Truppenfahne, Musikkorps und Totenwache durch Generale und Admirale gestellt. Dazu intonierte das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm die Nationalhymne, ehe der Sarg mit Georg Leber die Aussegnungshalle verließ.

Georg Leber zu Grabe getragen

"Wir verabschieden heute einen großen Mann", so Kardinal Karl Lehmann zu Beginn seines Requiems im kleinen, familiären Kreis, in Anwesenheit der Söhne Lebers sowie der Familienangehörigen. "Er war ein leidenschaftlicher Mensch, auch ein streitbarer - und bei den Soldaten der Bundeswehr unglaublich beliebt". Lehmann bezeichnete den am 21. August verstorbenen 91-Jährigen auch als "Beispielhaftigkeit eines kritischen Menschen - nicht nur dafür haben wir heute Danke zu sagen".

Als Bundesverkehrsminister war Georg Leber für die Einführung des Tempolimits auf Bundesstraßen verantwortlich, auch die 0,8-Promillegrenze ging auf sein Konto. 26 Jahre war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Bereits Ende der 70er-Jahre zog er ins Berchtesgadener Land und blieb der Region bis zu seinem Tode treu. Leber war gelernter Kaufmann und Maurer, und immer gerade darauf stolz geblieben: Im Bundestag steht unter seinem Bild der Name, und gleich dahinter zunächst der Ausbildungsberuf und erst dann der Ministerposten, berichtete Sigmar Gabriel in seiner Trauerrede.

Beisetzung von Georg Leber

Thomas de Maiziére erinnerte, dass Georg Leber noch heute als "der Soldatenvater" gelte. Er habe bei der Bundeswehr Veränderungen mit viel Energie umgesetzt. "In seiner Amtszeit wurden die ersten weiblichen Sanitätsoffiziere eingestellt", so der amtierende Bundesminister der Verteidigung.

Rund 150 Trauernde begleiteten den Sarg zur Grabstelle am Schönauer Bergfriedhof, umgeben von zahlreichen bunten Blumenkränzen - unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Weißgelbe Rosen und blauer Enzian schmückten den Kranz des Landkreises Berchtesgadener Land.

bit

Quelle: BGland24.de

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