Wie ging das denn?

Schock-Kontostand: Augsburger plötzlich 100 Millionen im Minus 

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Ein Schild vor einer Postbank-Filiale.

Lechhausen - Ein Mann aus Lechhausen konnte diese Woche seinen Augen kaum trauen: Als er Geld abheben wollte, erschien ein Minusbetrag in Höhe von 100 Millionen Euro auf der Anzeige des Automaten.  Seine Bank hat dafür eine Erklärung.

Ein Fehlbetrag von -99.999.289, rund 100 Millionen Euro: Diesen Schuldenstand fand ein Augsburger vor, als er vor einigen Tagen Geld abheben wollte. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Doch damit nicht genug: Zusätzlich wurde der Mann aus Lechhausen von der Anzeige dazu aufgefordert, Sollzinsen zu zahlen - satte 15 Millionen Euro pro Jahr. Trotz dieser Nachricht soll der Kunde relativ ruhig geblieben sein. „So viel Geld kann man ja gar nicht ausgeben“, sagt er der Zeitung. Daher hätte er sofort Zweifel an dem angegebenen Kontostand gehabt.

Schulden-Anzeige bei Pfändungen üblich

Als er seine Postbank-Filiale aufsuchte, konnten ihn die Mitarbeiter aufklären. Es handele sich allerdings um kein Versehen, erklärten sie ihm. Es hänge vielmehr damit zusammen, dass wohl bei ihm derzeit ein Insolvenzverfahren laufe.  Dieser Kontostand werde immer dann angezeigt, wenn eine Pfändung angeordnet worden sei, sagte der Postbank-Sprecher der Augsburger Allgemeinen. Dies bedeute jedoch nicht, dass das Geld tatsächlich vom Konto abgebucht worden sei. 

Auf den Auszügen steht weiterhin der echte Kontostand

Vielmehr handele es sich dabei um eine Sperrung des Kontos in Höhe des höchstmöglichen Geldbetrags. Und noch eine Besonderheit gibt es laut dem Postbank-Sprecher: Der Minus-Betrag werde nur am Geldautomaten, nicht aber auf den Kontoauszügen oder beim Online-Banking angezeigt, erklärt er. Normalerweise verschicke die Bank zuvor einen Brief an betroffene Kunden, so der Sprecher, damit sich der Kunde beim Blick auf das Konto nicht zu sehr erschrecke. Offen bleibt, ob der Augsburger ein solches Schreiben erhalten hat. 

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