Schnapszahl-Datum: Dutzende Paare heiraten

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Dutzende Paare haben in Bayern am 10.10.10 geheiratet.

München - Sie hoffen, dass es ihr Glückstag wird: Dutzende von Paare in Bayern haben am Sonntag das Schnapszahl- Datum 10. 10. 2010 für den Start in die Ehe genutzt.

Allein in München gaben sich nach Angaben der Stadt 24 Paare am Sonntag das Ja- Wort. Auch andere bayerische Städte zeigten sich unbürokratisch und öffneten an dem sonst arbeitsfreien Tag ihre Standesämter. Denn die Nachfrage nach dem Ja-Wort war groß. Noch größer dürfte sie nach Einschätzung einiger Standesämter im nächsten Jahr werden: Am 11. 11. 2011. Einige Paar trieben den Schnapszahl-Kult regelrecht auf die Spitze. Ihnen reichte es nicht, sich am 10. 10. 2010 das Ja-Wort zu geben. Sie schlossen den Bund fürs Leben auch noch um 10.10 Uhr - so wie das Brautpaar Sigrid Petzold und Heinrich Dürbeck in Bamberg und Monika Plöger und Peter Distler in Schwabach.

In beiden Städten ließen es sich die Oberbürgermeister Andreas Starke (Bamberg) und Matthias Thürauf (Schwabach) nicht nehmen, die Paare persönlich zu trauen. Starke hatte sich für solche Anlässe extra zum Standesbeamten ausbilden lassen. Dem Wunsch mancher Paare nach einer Trauung am Schnapszahl-Datum widersetzten sich auch die Städte Augsburg und Kempten nicht.

In Augsburg wählten 14 Paare den 10. 10 2010 als Hochzeitstag, in Kempten waren es immerhin 10. Auf entsprechende Angebote im Umland mussten hingegen Heiratswillige in Nürnberg ausweichen. Aus Respekt vor der Sonntagsruhe lehnte die Stadt ebenso wie die Stadt Würzburg Trauungen am 10. Oktober ab. Paare, denen die Schnapszahl heilig sei, “warten ohnehin noch ein Jahr und heiraten erst am 11. 11. 2011“, glaubt der Nürnberger Standesamtsleiter Reinhard Vogt.

Wie die größere Nachbarstadt verzichtet auch Fürth auf Trauungen. Grund war hier der traditionelle Kärwa-Umzug, der die Vorfahrt der Paare zum Rathaus unmöglich machte.

dpa

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