Söder stellt Planungen auf Herrenchiemsee vor

1,3 Mio. Euro: Inseldom soll für Besucher geöffnet werden

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Rund 1,3 Mio. Euro will Heimatminister Markus Söder noch bis 2018 in die Sanierung des Inseldoms auf Herrenchiemsee investieren. Am Freitag wurden die Planungen vorgestellt.

Chiemsee - Seit fast 100 Jahren ist der Inseldom auf der Herreninsel am Chiemsee aus Sicherheitsgründen gesperrt. Jetzt will Heimatminister Markus Söder die Attraktion wieder für Besucher öffnen:

Nach rund 100 Jahren soll der Inseldom auf Herrenchiemsee wieder geöffnet werden“, kündigte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder heute bei einem Pressetermin auf der Chiemsee-Insel an. Seit dem Jahr 1917 ist das ehemalige Kirchengebäude, das nach der Säkularisation zu einer Brauerei umgebaut wurde, ungenutzt und für die Öffentlichkeit geschlossen. „Für eine Wiedereröffnung sind Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen nötig. Hierfür werden wir rund 1,3 Millionen Euro investieren“, so Söder weiter. Geplant ist eine Öffnung für Führungen in kleinen Gruppen samt barrierefreier Erschließung. Nach Zustimmung durch den Bayerischen Landtag und den notwendigen Planungsarbeiten kann es voraussichtlich ab 2018 mit den Bauarbeiten losgehen.

Der Inseldom auf Herrenchiemsee ist ein steinernes Zeugnis der wechselvollen Geschichte Bayerns. Ursprünglich errichtet als Kirche des Augustinerchorherrenstifts Herrenchiemsee diente das Gotteshaus ab 1215 auch als Kathedrale der Bischöfe des Bistums Chiemsee. In den Jahren 1676 bis 1679 wurde die Domstiftskirche weitgehend neu gestaltet durch den Graubündner Barockbaumeister Lorenzo Sciasca. Nach der Säkularisation wurde der Inseldom ab 1807 zu einer Brauerei umgebaut.

Seit 1917 ist der Inseldom aus Sicherheitsgründen nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. In den Jahren 1995 bis 1997 wurde das von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreute Bauwerk mit Investitionen von rd. 2 Millionen Euro in Dachstuhl, Dacheindeckung sowie Außenfassaden instandgesetzt. Die „Vereinigung der Freunde von Herrenchiemsee“ bemüht sich seit Jahren um eine Öffnung dieses Kleinods für die Öffentlichkeit.

 

Quellen: Pressemeldungen Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Quelle: rosenheim24.de

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