Überraschung für Bulgaren

Klopfgeräusche aus dem Auflieger: Brummifahrer findet Flüchtlinge

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Acht minderjährige Afghanen wurden offenbar in einem Lkw-Auflieger ohne Wissen des Fahrers nach Deutschland geschleust. Die Rosenheimer Bundespolizei interessiert sich nun vor allem für die Umstände dieser Fahrt. (Bild: Bundespolizei)

Samerberg - Merkwürdige Klopfgeräusche verwunderten einen bulgarischen Brummifahrer. Die von ihm verständigte Polizei fand dann acht afghanische Jugendliche im Auflieger seines Lkw.

Am späten Dienstagnachmittag (19. Juli) hat ein bulgarischer Lkw-Fahrer während seiner Pause auf der Tank- und Rastanlage Samerberg Nord (A 8) merkwürdige Klopfgeräusche gehört. Das Klopfen kam direkt aus dem verplombten Auflieger seines Lastkraftwagens. Über den Tankstellenbetreiber ließ der Fahrer sofort die Polizei rufen. Nachdem die Türen geöffnet worden waren, fanden die verständigten Beamten acht Personen auf der Ladefläche. Die Bundespolizei in Rosenheim ermittelt wegen Einschleusens von Ausländern.

Während der Fahrt waren die acht jungen Männer offenbar zwischen der Ladung eingepfercht. Sie gaben gegenüber den Bundespolizisten an, ursprünglich aus Afghanistan zu stammen. Ausweispapiere führten sie nicht mit. Eigenen Schilderungen zufolge sind die Geschleusten in Serbien mit verbundenen Augen in den Lkw gebracht worden. An die vorangegangene Schleusung könnten sie sich nicht erinnern, so einer der Afghanen. Während des Transports bis nach Serbien wären sie immer wieder mit einer betäubenden Substanz besprüht worden. Nach dem Einatmen des Sprühnebels hätten sie teilweise mehrere Stunden das Bewusstsein verloren.

Der Lkw-Fahrer, der die Verständigung der Polizei selbst veranlasst hatte, konnte sich nicht erklären, wie oder wann die acht Personen auf die Ladefläche gekommen sein sollen. Er habe den verplombten Auflieger übernommen und von der Türkei über Bulgarien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich bis nach Deutschland ausschließlich selbst gefahren. Die Angaben des 43-jährigen Berufskraftfahrers waren für die Ermittler der Bundespolizei nachvollziehbar, so dass der Bulgare nach der Vernehmung seine Fahrt fortsetzen konnte. Die geschleusten Afghanen konnten als unbegleitete Minderjährige der Obhut des Rosenheimer Jugendamtes anvertraut werden. Die Ermittlungen der Bundespolizei richten sich nun vor allem auf die Umstände der Schleusungsfahrt.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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