Grenzübergreifende Großübung

Ernstfall Flugzeugabsturz bei Sachrang simuliert

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Sachrang - „Flugzeugabsturz im Spitzsteingebiet“ so lautete das Einsatzstichwort einer groß angelegten Gemeinschaftsübung von Bergwachten und Feuerwehren.

Rund 120 Rettungskräfte und weitere 10 Helfer und Komparsen sowie ein Hubschrauber waren am vergangenen Freitag am inszenierten Einsatz im Bereich des Sachranger Ortsteils Mitterleiten beteiligt.

Beginnend mit der Alarmierung der beteiligten Rettungsorganisationen um 18:40 Uhr folgten die anrückenden Kräfte den Anweisungen der Integrierten Leitstelle Rosenheim zur Bereitsstellung am Geigelstein-Parkplatz in Sachrang. Darunter die Feuerwehren Aschau, Sachrang und Niederndorferberg aus dem benachbarten Tirol.

Drohneneinsatz samt Kamera

Neben den Bergwachtbereitschaften Aschau-Sachrang und Oberaudorf war auch eine Technikgruppe zur Lokalisation und Kommunikation (LKLD) der Bergwacht Hausham beteiligt, die mittels Drohneneinsatz samt Kamera schnell die genaue Absturzstelle des verunglückten Kleinflugzeuges ermitteln konnte, welches zunächst als „vermisst im Spitzsteingebiet“ galt.

Schnell konnten die Einsatzleiter der Feuerwehr und Bergwacht zusammen mit den Führungskräften der Kreisbrand-Inspektion und der Bergwacht Bayern die Situation erfassen und das Nachrücken der Helfer koordinieren. Vier „Schwerverletzte“ konnten im Bereich der Absturzstelle lokalisiert werden. Zwei davon wurden zunächst aus dem „brennenden“ Flugzeug-Wrack geborgen, zwei weitere wurden aus der Maschine geschleudert.

Das Absetzen der Retter der Bergwacht sowie das Aufwinchen von Verletzten wurde mit dem Polizeihubschrauber „Edelweiß“ bewerkstelligt, welcher im Anschluss an die Personenrettung nochmals gefordert war. Durch die „Streuung“ der Flugzeugteile wurde nämlich unweit der Absturzstelle ein „Waldbrand“ entdeckt. Dieser wurde durch eine ca. 400m lange Schlauchleitung die von Mitterleiten aus aufgebaut wurde bekämpft. Die Herausforderung hierbei lag auch darin, die gut 110 m Höhenunterschied zu überwinden. Zur Walbrandbekämpfung wurde auch der Polizeihubschrauber mit Außenlastbehälter eingesetzt, der im Tal gefüllt wurde und anschließend gezielt über der Rauchsimulation das Wasser abwarf.

Auch Pyrotechniker im Einsatz

Um eine möglichst realistische Einsatzsituation zu schaffen, kamen auch Pyrotechniker zum Einsatz, die mit Feuerwerfern und weithin sichtbaren Rauchschwaden wesentlich zum Gelingen der Übung beitrugen. Insbesondere die Abwicklung eines Groß-Schadensereignisses, der Umgang mit dem neuen BOS-Digitalfunk, die Koordination zwischen den Rettungsorganisationen und die länderübergreifende Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Niederndorferberg waren für die eingesetzten Kräfte herausfordernd und gespickt mit neuen Erkenntnissen. Zusätzlich stellte auch das steile Gelände die physische Verfassung der Einsatzkräfte auf den Prüfstand.

Bei anschließender Nachbesprechung in den Räumen der Bergrettungswache Sachrang zogen die Übungsleiter Fabian Schneikart (2. Kdt. FFW Aschau) und Johann Feistl (Bereitschaftsleiter der Bergwacht Aschau-Sachrang) sowie Richard Schrank (Kreisbrandrat Rosenheim Land) Resümee und dankten allen Helfern und Rettern für eine gelungene und „unfallfreie“ Großübung.

Tourist Information Aschau im Chiemgau

Quelle: rosenheim24.de

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