Skurriler Prozess in Rosenheim

Was roch der Polizist: Haschisch oder Räucherstäbchen?

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Rosenheim - Ein skurriler Prozess beschäftigte kürzlich das Amtsgericht. Es ging im wesentlichen um die Frage, was ein Polizeibeamter da in einer Wohnung gerochen hatte. Harmlose Räucherstäbchen oder Haschisch?

Als eine Polizeistreife im Juli 2015 eine Zeugin ausfindig machen wollte, läuteten die Beamten bei einem 38-Jährigen im Inntal. Als der Mann ihnen an der Tür entgegentrat, meinte der Streifenführer Haschischgeruch wahrzunehmen. Ohne einen Durchsuchungsbefehl wurde jedoch kein Zutritt gewährt. Als dieser drei Wochen später vorlag, konnte die Polizei keine Drogen vorfinden.

Gegen einen trotzdem erlassenen Strafbefehl mit Strafgeld legte der Beschuldigte Einspruch ein. Da alles von der Wahrnehmung des Polizeibeamten abhing, drehte sich der Prozess vor dem Amtsgericht vor allem um die Frage, was er denn nun gerochen hatte, wie die Chiemgau-Zeitung berichtet. 

Wie die Zeitung schreibt, legte der Beschuldigte dem Gericht sogar die angeblich in Wirklichkeit für den Geruch verantwortlichen Räucherstäbchen vor. "Allerdings ersparte die Richterin sich und dem Gericht diese zu entzünden", wie die Zeitung trocken bemerkt. Letzten Endes schenkte das Gericht sowohl bei der Frage nach dem Geruch als auch dem Vorwurf, den Polizisten sei Gewalt angedroht worden, sollten sie die Wohnung zu betreten versuchen, den Ausführungen des Beamten Glauben. Der 38-Jährigen wurde zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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