Perverse "Tierliebe"

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Sabine Hausperger mit ihrer Shetland-Pony-Stute "Viva Bavaria" bei einer Vorführung in Haselbach. In der vergangenen Woche schlich sich ein unbekannter Täter in den Stall ein und verging sich an dem Tier.

Mühldorf - Sabine Hausperger ist erschüttert und wütend. An ihrer Shetland-Pony-Stute "Viva Bavaria" hat sich in Haselbach ein bislang unbekannter Mann sexuell vergangen.

Die achtjährige Pony-Stute "Viva Bavaria" , die auch auf den Namen "Mucki" hört, steht in einem Stall in Haselbach. Auf dieses Anwesen hatte sich bereits in der Nacht auf den Vatertag ein Mann geschlichen, um an dem Tier sexuelle Handlungen zu vollziehen. Erst gestern wandte sich die 38-jährige Pferdebesitzerin an die Waldkraiburger Nachrichten, um von dem "perversen Übergriff" zu berichten und andere Pferdebesitzer zu warnen.

Eine Nachbarin war auf den Mann im Auslaufbereich einer Stall-Box aufmerksam geworden. Gegen 23.30 Uhr habe sie beobachtet, wie der Unbekannte "die Stute vergewaltigte". Als die Frau laut schrie, sei der Mann mit seinem Rad geflüchtet. Zwei Nachbarn nahmen die Verfolgung auf, mehrere weitere Männer, die zufällig mit dem Auto vorbeikamen, gesellten sich hinzu.

Hausperger berichtet von einer "wilden Jagd" auf dem Feldweg von Haselbach in Richtung Waldkraiburg, die an einer kleinen Brücke endete. Die Autos mussten abbremsen. Der Radfahrer sei gestürzt und habe sich im Rapsfeld versteckt. Wegen der Dunkelheit verloren die Verfolger seine Spur. "Am nächsten Tag fanden sie noch eine Taschenlampe, die der Polizei übergeben wurde." Glücklicherweise habe ihre Stute, die auch auf den Namen "Mucki" hört, keine Verletzungen davon getragen, sagt Sabine Hausperger. Wie die Besitzerin des Stalls will sie Anzeige erstatten.

Markus Steinmaßl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Waldkraiburg, bestätigt laufende Ermittlungen. Wie er auf Anfrage mitteilt, hatte sich ein ähnlicher Vorfall im Januar ereignet. Damals war ein Jugendlicher ermittelt worden. Ob ein Täter im jüngsten Fall belangt werden kann, selbst dann wenn die Polizei ihn überführt, ist offen. Sodomie ist laut Steinmaßl kein Straftatbestand. Da das Tier nicht verletzt wurde, handelt es sich auch nicht um Sachbeschädigung. Ob der Triebtäter dem Tier erhebliche Schmerzen zugefügt und damit gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat, müsse die Staatsanwaltschaft bewerten. hg

Quelle: rosenheim24.de

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