"Deutschland GmbH" sei illegal

Die schräge Weltsicht eines Raublinger Metallbauers

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Raubling/Rosenheim - Ein Metallbauer stuft den deutschen Staat als illegal ein, spricht ihm jegliche staatliche Hoheit ab und hält ihn für eine GmbH. Als er auch noch eine Strafe nicht zahlen will, wird die Staatsanwaltschaft aktiv.

Mit genau diesem Fall musste sich nun das Amtsgericht in Rosenheim auseinandersetzen, wie das Oberbayerische Volksblatt in seiner Dienstagsausgabe berichtet. Als die Polizei den Metallbauer, der bei seinem Bruder in Raubling Unterschlupf gefunden hatte, im Jahr 2013 zu einer Ersatzfreiheitsstrafe abholen wollte, gab es laut OVB große Diskussionen, ob die Beamten überhaupt berechtigt seien, den Gesuchten mitzunehmen. Der Bruder wendete die Festnahme schließlich durch Zahlung der Geldstrafe ab.

2014 gab es laut OVB ähnliche Fälle und schließlich sogar einen Drohbrief und einen Erpressungsversuch mit einer Millionen-Forderung des Beschuldigten gegenüber einer Gerichtsvollzieherin. Zum Prozess im Januar 2015 erschien der Beklagte jedoch laut OVB nicht vor Gericht. Schließlich wurde der Mann im Februar 2016 bei einer Verkehrskontrolle in Kolbermoor festgenommen und saß seither in U-Haft. Nun kam es zur Verhandlung vor dem Amtsgericht, wobei der Angeklagte letztlich zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wurde.

In Bad Endorf gab es zuletzt einen ähnlichen Fall, wo ein Polizist vor Anhängern der "Heimatgemeinde Chiemgau" sprach. Auch diese "Reichsdeutschen" akzeptieren die Bundesrepublik nicht als Staat.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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