Kripo ermittelt nach Vorfall in Raubling

Molotow-Cocktail: Asylbewerber versucht Unterkunft anzuzünden

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Raubling - Am Dienstagabend versuchte der Bewohner einer Asylbewerberunterkunft vergeblich, diese mit Hilfe eines Molotowcocktails anzuzünden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen versuchter schwerer Brandstiftung und einem versuchten Tötungsdelikt.

Nach einer Streitigkeit mit einem gleichaltrigen Mitbewohner wollte der 23-jährige Tatverdächtige aus dem Senegal gegen 18.30 Uhr im Beisein einer Betreuerin zwei Molotowcocktails in der Unterkunft im Raublinger Ortsteil Nicklheim entzünden. Eine der beiden Flaschen, die mit Benzin gefüllt waren, versuchte er mit einem Feuerzeug anzuzünden.

Nur dem beherzten Eingreifen der anderen Mitbewohner war es zu verdanken, sie entrissen ihm Flasche und Feuerzeug, dass es zu keinem Brand mit schwerwiegenden Folgen gekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich sieben Personen in der Unterkunft.

Kripo Rosenheim ermittelt wegen versuchter Tötung

Die Kriminaldauerdienst (KDD) übernahm zunächst die Ermittlungen wegen versuchter schwerer Brandstiftung, die vom Fachkommissariat der Kriminalpolizei Rosenheim fortgesetzt und auf ein versuchtes Tötungsdelikt zum Nachteil der Heimbewohner und der Betreuerin ausgeweitet wurden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, wurde der Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt und anschließend in eine Haftanstalt eingeliefert.

Der Vorfall ruft die Geschehnisse aus Düsseldorf ins Gedächtnis. Hier sollen zwei Nordafrikaner eine Flüchtlingsunterkunft angezündet haben. Der entstandene Schaden liegt bei rund zehn Millionen Euro.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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