Prügelattacke nach Herbstfest-Besuch

Auf Raublinger Geschwister eingereten: Schläger verurteilt

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Rosenheim - Wegen gefährlicher Körperverletzung mussten sich ein 21-jähriger Kolbermoorer und ein 19-jähriger Rosenheimer vor dem Rosenheimer Amtsgericht verantworten. Ihnen wurde vorgeworfen, mit einem weiteren unbekannten Mann einen Raublinger und seine Schwester brutal eingetreten zu haben.

Die vier Männer gerieten noch im Lokal "Löwenherz" in Streit: Der Raublinger war offensichtlich noch so klar bei Verstand, dass er sich von seiner Schwester abholen lassen wollte und verließ vor einer weiteren Eskalation das Lokal. Draußen bemerkte er allerdings, dass er seine Jacke vergessen hatte und ging nochmal zurück. Diesen Fehler sollte er schnell bereuen, denn die Männer mit denen er zuvor in Streit geraten war, attackierten ihn nun erneut. Er wurde nach Zeugenaussagen regelrecht aus dem Lokal geprügelt. Nachdem er bereits durch den ersten Schlag zu Boden ging, ließen die drei Haupttäter allerdings nicht von dem Raublinger ab, sondern traten weiter mit den Füßen gegen den Oberkörper und Kopf des Bewußtlosen. Seine Schwester musste das alles mitansehen und warf sich nun schützend über ihren am Boden liegenden Bruder. Der 21-jährige Kolbermoorer und der 19-jährige Rosenheimer traktierten das Opfer weiter - es war ihnen auch egal, dass sie dabei auch den Kopf der Schwester trafen.

Wie das OVB berichtet, zog sich der Raublinger Prellungen, eine Stauchung der Halswirbelsäule und des Handgelenks sowie eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde zu. Die 25-jährige Schwester hatte Prellungen im Gesicht und am Körper sowie mehrere Schürfwunden und ein verstauchtes Handgelenk.

Erst durch das beherzte Eingreifen von einigen der zahlreichen, umstehenden Personen konnten die offenkundig stark alkoholisierten Täter von den Geschwistern weggezogen werden.

Das Rosenheimer Amtsgericht verurteilte die beiden Schläger nun zu einer neunmonatigen Jugendstrafe; Bewährung wurde auf zwei Jahre festgesetzt. Damit blieb laut OVB das Schöffengericht unter dem geforderten Straßmaß. Glaubhafte Zeugen und eindeutige DNA-Spuren der Geschädigten an den Schuhen der beiden Angeklagten ließen auch aus Sicht der Anklagevertretung keine Zweifel an der Schuld der beiden Angeklagten. Der 21-Jährige muss nun laut OVB 1000 Euro an den Geschädigten und 500 Euro an die Geschädigte zahlen. Beim 19-Jährigen wurde die Geldauflage halbiert. Zudem soll ein einwöchiger Warnschussarrest erzieherisch auf ihn wirken.

Erst vor kurzem wurde eine andere brutale Tat dieser Art in Traunstein verhandelt. Ende Februar wurden vier deutsche Montagearbeiter verurteilt, die einen 39-Jährigen aus Bad Feilnbach beinahe zu Tode getreten haben sollen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de oder in Ihrer gedruckten Heimatzeitung.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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