Würzburg

Papst entlässt Priester wegen sexuellen Missbrauchs

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Würzburg/Rom - Der Priester hatte mindestens drei Kinder mehrfach sexuell missbraucht - nun hat Papst Franziskus den Würzburger Geistlichen im Ruhestand endgültig alle priesterlichen Rechte entzogen.

Der 75-Jährige, der zeitweise auch im Bistum Limburg und im Erzbistum Bamberg gearbeitet hat, sei mit sofortiger Wirkung aus dem Klerikerstand entlassen worden, teilte das Bistum am Donnerstag in Würzburg mit. Das bedeutet, dass der Mann nicht mehr predigen, unterrichten und keine seelsorgerischen Aufgaben mehr übernehmen darf. Gegen das Machtwort des Papstes kann der 75-Jährige keinen Widerspruch mehr einlegen.

Der Priester war bereits im Jahr 2000 vom Landgericht Coburg wegen des sexuellen Missbrauchs von drei Kindern in sieben Fällen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Außerdem durfte er nicht mehr predigen, musste in den Ruhestand gehen und seine Pensionsansprüche wurden um 20 Prozent gekürzt.

Anfang des Jahres sind der Diözese Würzburg zufolge noch weitere Vorfälle aus seiner Zeit im Bistum Limburg und im Bistum Würzburg bekanntgeworden. Der Mann war seit 1966 Priester in Würzburg und Umgebung, arbeitete von 1986 an im Bistum Limburg und war schließlich von 1992 an Seelsorger und stellvertretender Dekan im oberfränkischen Coburg.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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