Bundespolizei Rosenheim meldet:

Über 60 unerlaubte Einreisen am Wochenende

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Rosenheim/Oberaudorf - Etliche unerlaubte Einreisen und Schleusungen musste die Bundes- und Landespolizei feststellen. Auch mehrere Kinder waren darunter.

Auf Höhe Oberaudorf haben Schleierfahnder zwei mutmaßliche Schleuser mit insgesamt elf unerlaubt eingereisten Personen festgenommen. Die eine Schleusung wurde auf der Inntalautobahn, die andere auf der Zugstrecke Kufstein – Rosenheim beendet.

Über das Wochenende (21.-23. März) verteilt haben Landes- und Bundespolizei über 60 unerlaubte Einreisen und fünf Schleusungen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet festgestellt. Auf der A93 kontrollierten die Raublinger Fahnder am Sonntag die Insassen eines in Dänemark zugelassenen Autos. Neben dem Fahrer befanden sich sechs Personen syrischer, beziehungsweise palästinensischer Herkunft im Wagen. Der dänische Fahrer legte lediglich einen Führerschein vor. Seine Mitreisenden, darunter vier Kinder im Alter von fünf bis 16 Jahren, hatten keine Dokumente dabei.

Ersten Erkenntnissen zufolge holte der 34-Jährige die sechsköpfige Gruppe in Mailand ab. Zuvor mussten sie bereits jeweils 1.500 Dollar für die "Organisation" der Reise von Libyen bis Italien an Schleuser entrichten. Ob und wie viel sie dem gebürtigen Libanesen zahlen mussten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Bundespolizei. Der Däne wurde nach Vorführung beim Richter zur Untersuchungshaft in die Traunsteiner Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Auch auf der Schiene ging ein mutmaßlicher Schleuser nahe Oberaudorf ins Netz. Im Nachtzug nach Rosenheim saß der Engländer im Nachbarabteil von fünf palästinensischen Reisenden.  Zeugen zufolge war der gebürtige Algerier gemeinsam mit den Palästinensern in den Zug gestiegen und während der Fahrt mehrfach von diesen aufgesucht worden.

Der 22-Jährige gab zu, die Fahrkarten für seine fünf Verwandten gekauft und ihnen bei der Reise geholfen zu haben.Bei der Bundespolizei musste er 500 Euro als Sicherheit für das folgende Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern entrichten. Alle elf Geschleusten wurden an die Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München weitergeleitet. Einschließlich dieser beiden Fälle haben Landes- und Bundespolizei am Wochenende im südlichen Abschnitt der deutsch-österreichischen Grenze fünf Schleusungen mit insgesamt 25 Geschleusten festgestellt. Außerdem deckten die Fahnder sieben Urkundenfälschungen auf.

Mehr als 60 unerlaubt Eingereiste, überwiegend aus afrikanischen und arabischen Ländern, wurden am Wochenende in Gewahrsam genommen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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