Schwerste Kopfverletzungen bei Bergunfall

67-Jähriger stürzt vor Augen der Familie am Heuberg ab

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Nußdorf am Inn - Ein schwerer Bergunfall hat sich am Pfingstmontag am Heuberg ereignet. Vor den Augen seiner Familie stürzte ein 67-Jähriger 25 Meter weit ab und wurde dabei schwerst verletzt. 

Am Pfingstmontag um 14.30 Uhr wurden der Einsatzleiter und die Bergrettungswache Brannenburg zu einer abgestürzten Person im Bereich Wasserwand am Heuberg (Gemeinde Nußdorf am Inn) gerufen. Nach Rücksprache mit dem Melder entschied der Einsatzleiter aufgrund des Meldebildes und der Beschreibung der schweren Verletzungen des Patienten, den Rettungshubschrauber Christoph 1 aus München hinzuzuziehen. Gleichzeitig rückten die Rettungsfahrzeuge der Bergwachten Brannenburg und Rosenheim-Samerberg aus, die ungefähr gleichzeitig oberhalb der Daffnerwald-Almen eintrafen. 

Daraufhin machten sich die Rettungskräfte gemeinsam auf den Zustieg. Der Unfallort befand sich beim Einstieg zum Klettersteig auf die Wasserwand. Entgegen der ursprünglichen Meldung war der Verunfallte laut eines Sachverständigen der Polizei nicht über den Klettersteig und die Wand, sondern direkt vom Einstieg etwa 25 Meter über Schrofengelände abgestürzt und hatte sich dabei seine schweren Kopfverletzungen zugezogen. 

Die Einsatzkräfte der Bergwacht erreichten den Einsatzort in etwa zeitgleich mit dem Rettungshubschrauber Christoph 1, der einen Luftretter der Bergwacht Brannenburg und einen Notarzt per Winde an der Einsatzstelle absetzte. Daraufhin begann die äußerst komplizierte, medizinische Versorgung des Patienten, der sich auf seiner Bergtour in Begleitung von fünf Familienangehörigen befand. Diese wurden auf Anregen des Abschnittsleiters der Bergwacht Brannenburg vom Polizeihubschrauber Edelweiß 3 ins Tal geflogen und dort an den Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht Bayern zur weiteren Betreuung übergeben. 

Aufgrund der schweren Kopfverletzungen wurde der 67-jährige Patient unter Notarztbegleitung ins Klinikum München Schwabing verbracht, sein Zustand wurde als äußerst kritisch beschrieben, bis zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine weiteren Informationen erteilt werden. 

Die Einsatzkräfte der Bergwacht sowie ihr Material wurden von der Edelweiß 3 ins Tal transportiert, erst nach einer Nachbesprechung und umfangreichen Aufräumarbeiten konnte der Einsatz für die Bergwacht beendet werden. Insgesamt waren ca. 20 Einsatzkräfte der Bergwachten Brannenburg und Rosenheim-Samerberg für 2,5 Stunden im Einsatz, außerdem die beiden Rettungsfahrzeuge, das Geländefahrzeug Brannenburg, der Rettungshubschrauber Christoph 1 und der Polizeihubschrauber Edelweiß 3.

Pressemeldung Bergwacht Brannenburg

Quelle: rosenheim24.de

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