Wie die Behörden vor der Schweinegrippe-Ansteckung auf der Wiesn warnen

Mund weg vom fremden Masskrug!

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Die Lippen nur am eigenen Krug und an der eigenen Frau - dazu fordert das Tourismusamt die Wiesn-Besucher auf.

München - Nicht einmal mehr drei Wochen sind es bis zum Anstich zum Oktoberfest. Die Wiesn-Fans können es kaum noch erwarten, und auch die Behörden rüsten sich für das Fest.

Bei einer Sondersitzung der Regierung von Oberbayern ging es um das Thema Schweinegrippe. Das Ergebnis: Kein Grund zur Panik! Doch man beschloss, auf den Wiesn-Toiletten Aufkleber anzubringen, die die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus erklären.

Dabei soll sich das Tourismusamt an den Hinweisen der Bundesregierung orientieren. Die lauten etwa: Regelmäßiges Händewaschen oder Lüften könnten die Verbreitung des Virus bremsen. Ein Rat lautet: Vermeiden sie Menschenansammlungen. Ob das die richtigen Tipps fürs Oktoberfest sind? Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl zur tz: „Wir werden da wohl den einen oder anderen Rat durch festspezifische Hinweise ersetzen: Etwa nicht aus fremden Krügen trinken. Und dass man nur seine Begleitung und keine fremden Schönheit küsst, sollte doch selbstverständlich sein.“

Ein Geschäftemacher versuchte bereits, die Krankheit auszuschlachten. Weishäupl: „Er wollte uns 500 000 Mundschutzmasken verkaufen mit weiß-blauem Rautenmuster. Die wollte er in China anfertigen lassen.“

Doch er bekam genau seine Abfuhr wie die Männerpartei, die auf dem Oktoberfest 20 000 Flyer verteilen wollte mit der Aufschrift: „Oktoberfest – Achtung, Unterhaltsfalle!“ Im Antrag hieß es: „Wie sie ja alle wissen, ist die Zeugungsrate im Vollsuff bei Männern und Frauen besonders hoch. Das zeigen deutlich die Geburtenraten während des Oktoberfestes.“ Da der Unterhalt für ein ungewolltes Wiesn-Kind für viele Männer nicht finanzierbar sei, wolle er die Herren der Schöpfung vor ungeschützten Abenteuern warnen.

Dass während des Oktoberfests gezeugte Kinder auch während der Wiesn auf die Welt kommen, zeugt von mangelnden Biologie-Kenntnissen. Doch der Grund dafür, dass die Wiesn-Chefin die Anfrage negativ beschied, ist ein anderer: „Wir haben das Begehr schon allein aus dem Grund abgelehnt, dass jegliche politische Betätigung auf dem Oktoberfest tabu ist. Das gilt auch für die Männerpartei.“

Johannes Welte

Quelle: Oktoberfest live

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