Prozess am Oberlandesgericht

Haus mit Katzenurin verseucht: Einigung

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Kläger Jörg R. (r) steht am 23.11.2016 zusammen mit seinem Anwalt Peter Müller im Oberlandesgericht in München

Zangberg/München - Die Katze hatte epileptische Anfälle: Im Rechtsstreit um das mit Katzenurin verseuchte Haus muss der Verkäufer 30.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Im Rechtsstreit um ein mit Katzenurin verseuchtes Haus haben sich die Streitparteien am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München auf einen Vergleich geeinigt. Nachdem die Käufer des Hauses im oberbayerischen Zangberg im Landkreis Mühldorf am Inn in ihr neues Heim eingezogen waren, stieg ihnen ein beißender Geruch in die Nase: Katzenurin.

Zwei Sachverständige bestätigten, dass das Haus massiv mit Katzenurin verseucht sei. Deshalb wollten die Kläger von den Verkäufern Schadenersatz in Höhe von mindestens 45.000 Euro, um die Schäden beseitigen zu können.

Der wegen arglistiger Täuschung beklagte Robert N. (r) sitzt neben seinem Anwalt am 23.11.2016 im Oberlandesgericht in München

In erster Instanz vor dem Landgericht Traunstein waren die Kläger gescheitert. Sie hätten das Anwesen mehrfach besichtigt, und die Verkäufer hätten ihnen nichts arglistig verschwiegen. Vor dem Oberlandesgericht drehte sich der Fall nun: Der Vorsitzende Richter sprach schon von „ein bisschen Arglist“, weil es eine epileptische Katze gegeben habe, die den Urin oft nicht halten konnte. Am Ende verglichen sich die Parteien auf 30.000 Euro.

Bilder vom Prozess um mit Katzenurin verseuchtes Haus

dpa

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