Zwei Männer außer Rand und Band am Ostbahnhof

Mit über 2,6 Promille total ausgerastet

  • schließen
  • Weitere
    schließen

München - Von mehreren Körperverletzungsdelikten und Widerstandshandlungen gegen Polizeivollzugsbeamte am Samstag ragte einer ganz besonders heraus.

Ein 32-jähriger Gabuner war am Morgen gegen 06.15 Uhr am Bahnsteig 3/4 des Münchner Ostbahnhofes mit einem 64-jährigen Briten in verbale Streitigkeiten geraten und soll diesem ins Gesicht geschlagen haben. Eine hinzukommende Bahnsicherheitsstreife versuchte zu schlichten. Dabei versuchte der Gabuner beiden ins Gesicht zu schlagen. Er beleidigte beide Bahnmitarbeiter und spuckte einem der beiden ins Gesicht und aufs Hemd. Bei Eintreffen einer Streife der Bundespolizei leistete der Mann den Beamten durch Schlagen und Treten heftig Widerstand. Zudem wurden die Einsatzkräfte verbal beleidigt und massiv bedroht. Bei der Mitnahme erlitt der Gabuner eine Verletzung am Finger. Einen Atemalkoholtest verweigerte der 32-Jährige zunächst.

Auch im Gewahrsam der Bundespolizei beruhigte sich der 32-Jährige nicht. Immer wieder griff er Beamte tätlich an,bedrohte und beleidigte diese. Eine Fixierung an Händen und Beinen konnte nicht gelöst werden, da er wiederholt versuchte mit seinem Kopf gegen die Zellentür zu schlagen. Zudem gestalteten sich Durchsuchungsmaßnahmen äußerst schwierig. Erst gegen 09.30 Uhr beruhigte er sich nach kurzem Schlaf in der Zelle. Ein dann von ihm zugestimmter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,94 Promille.

Ärger ging weiter nach Entlassung

Als der Mann die Wache nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen sollte, kam es erneut zum Streit. Erst behauptete er, ihm fehle eine Sonnenbrille. Dann beschuldigte er die Beamten mit den Worten: "es ist immer das gleiche mit den Polizisten, die einem Schwarzen alles klauen".

Am Ausgang befand sich noch der Hund des 64-Jährigen Briten, den der Gabuner zuvor im Gesicht verletzt hatte. Der 32-Jährige, der in Berg am Laim wohnt, behauptete, der Mischlingshund gehöre ihm. Auf den Namen "Johny" reagierte die Hündin aber nicht. Zudem konnte der wohnsitzlose Brite mittels Schloss am Halsband des Collie nachweisen, dass ihm das Tier gehört.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den Gabuner nun wegen Körperverletzung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

bei der Identitätsfeststellung

... und beleidigte diese. Ebenso versuchte er gegen die beiden DB-Security-Mitarbeiter zu schlagen und zu treten, was jedoch verhindert werden konnte. Während des Vorfalls schnappte der mitgeführte Hund des 64-Jährigen, den der Mann trotz mehrfacher Aufforderung nicht anleinte, nach dem Bundespolizisten. Dieser wehrte den Angriff des Hundes ab. Bei dem Vorfall wurden keine Beamten verletzt, alle waren weiterhin dienstfähig. Die beiden Bahnsicherheitsmitarbeiter begaben sich danach in ärztliche Obhut und ließen ihre Verletzungen dokumentieren.

Gegen den 64-jährigen Briten wird nun wegen Beleidigung, versuchter Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Bei dem Mann wurden 2,62 Promille Alkohol im Atem gemessen. Auch er konnte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft nach Benennung einer Zustellungsbevollmächtigten die Wache nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder freien Fußes verlassen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser