"Gruppenzwang war der Auslöser"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Mittenwald/Berlin - Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, sieht Gruppenzwang und elitäres Gehabe als Auslöser für die schikanösen Aufnahmerituale bei den Gebirgsjägern in Mittenwald.

Lesen Sie auch:

Gebirgsjäger: Doch Fall für den Staatsamwalt?

Spezialtruppe Gebirgsjäger: Ihre Arbeit und ihr Einsatzgebiet

Was denn nun, Herr Guttenberg?

Keine Konsequenzen für Mittenwalder Missbrauchskandal

Eklige "Mutproben" in Kaserne Mittenwald

“Natürlich steckt Gruppenzwang dahinter, an erster Stelle“, sagte er am Donnerstag im “Morgenmagazin“ des ZDF. “Es ist das Gefühl, einer Elite zugehörig zu sein wie zum Beispiel bei den Gebirgsjägern. Das ist ja auch eine herausfordernde Aufgabe“, ergänzte er.

Für Robbe ist es unwahrscheinlich, dass Vorgesetzte nichts von solchen schikanösen Behandlungen mitbekommen. “Ich kann es mir nicht vorstellen, dass ein Ausbilder, der ein intensives Verhältnis zu seinen untergebenen Rekruten hat, dass der von diesen Dingen nichts gewusst hat.“ Dies sage er aber, ohne auf den konkreten Fall Bezug zu nehmen, betonte der Wehrbeauftragte.

Bei der Einheit im bayerischen Mittenwald sollen Rekruten als Aufnahmeritual in den Hochgebirgsjägerzug unter anderem gezwungen worden sein, bis zum Erbrechen Alkohol zu trinken und rohe Schweineleber zu essen. Vorgesetzte sollen von den entwürdigenden Aufnahmeritualen nichts gewusst haben. Die Staatsanwaltschaft in München prüft, ob ein Anfangsverdacht für Straftaten vorliegt.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser