Dr. Peter Ramsauer zum Bundesverkehrswegeplan

"Dringende Ortsumgehungen in der Region haben Vorrang"

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Landkreis - Nun soll er also endlich beschlossen werden, der neue Bundesverkehrswegeplan. Dr. Peter Ramsauer bezieht hierzu Stellung, auch mit Blick auf die heimische Region.

Nach langen Diskussionen legt die Bundesregierung fest, wie sie das strapazierte Verkehrsnetz in den kommenden Jahren modernisieren will. Die Opposition sieht nicht nur beim Klimaschutz "Leerstellen".

Auch der ehemalige Bundesverkehrsminister, Dr. Peter Ramsauer, hat zu den Entscheidungen eine Meinung. Für ihn haben natürlich die Projekte in der Region Vorrang:

Straße:

"In den vordringlichen Bedarf eingestuft werden die Ortsumfahrungen Altenmarkt, Trostberg, Obing, Matzing/Nunhausen, Bad Reichenhall (Kirchholz- und Stadtbergtunnel), Laufen und Hammerau. Diese Einstufungen begrüße ich ausdrücklich. Sie verleihen diesen Projekten die hinreichende Priorität in unserer Region, auch in überörtlicher Hinsicht.

Der sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A 8 ist - und das begrüße ich ausdrücklich - zwischen Rosenheim und Anschlussstelle Siegsdorf/Traunstein (ca. 40 km) für den vordringlichen Bedarf vorgesehen. Dass der weitere Bereich bis zur Landesgrenze (ca. 25 km) jedoch nur für den weiteren Bedarf mit Planungsrecht vorgesehen bleibt, ist ein schwerer Irrtum, weil dies einen neuen Engpass schafft, anstatt einen zu beseitigen. Diese Einstufung ermöglicht dennoch die zügige weitere Planung.

Eine Einstufung in den vordringlichen Bedarf (wie der westliche Teil) wurde vom Koalitionspartner SPD, namentlich deren stellv. Fraktionsvorsitzenden für Verkehrsfragen, Sören Bartol, verhindert. Aus Verhandlungskreisen verlautet, das Verkehrsministerium habe sich hier nicht durchsetzen können. Diese Frage muss nun in den bevorstehenden Beratungen zum Bundesfernstraßenausbaugesetz gelöst werden, ebenso wie das Planungsrecht für eine Salzachbrücke südlich von Laufen."

Schiene:

"Hinsichtlich des Bahnausbaus München-Mühldorf-Freilassing (sog. ABS 38) ist zu begrüßen, dass für diesen gesamten Streckenbereich die durchgängige Elektrifizierung im vordringlichen Bedarf vorgesehen ist. Zweigleisigkeit ist im vordringlichen Bedarf zunächst nur von München bis Tüssling vorgesehen sowie zwischen Tüssling und Freilassing für einen etwa 11 km langen Begegnungsabschnitt zwischen Kirchweihdach und Wiesmühl/Tittmoning.

Die durchgängige Zweigleisigkeit, d.h. auf der gesamten Strecke ist, ist als Ziel jedoch festgeschrieben. Hierzu wird derzeit die formelle "Wirtschaftlichkeit" der restlichen Streckenabschnitte noch rechnerisch dargestellt, womit diese dann automatisch in den vordringlichen Bedarf aufrücken."

anh/Pressemitteilung Dr. Peter Ramsauer

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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