Nach dem Drama vom Dienstag

Immer wieder lebensgefährliche Mutproben am Mangfallwehr

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Auch Stacheldraht und der Warnhinweis können viele Jugendliche nicht davon abhalten an der Mangfallwehr ins Wasser zu springen. 

Kolbermoor - Am Dienstag ertrank ein 14-Jähriger vor den Augen seiner drei Freunde am Oberwöhrer Wehr. Er geriet in den Sog und wurde von der Wasserwalze nach unten gezogen.

Zuerst musste die Walze angehoben werden, um den Jungen zu befreien. Doch alle anschließenden Reanimationsversuche scheiterten. Der Schüler war zu lange unter Wasser gewesen. 

Das OVB hat nun mit dem Mitarbeiter der Elektrizitätswerke WWS GmbH & Co KG in Kolbermoor gesprochen, der an die Unglücksstelle gerufen wurde, um die Walze anzuheben. Karl Schwingenschlögel erzählte der OVB-Heimatzeitung, dass es immer wieder zu lebensgefährlichen Mutproben am Wehr komme. "Ich habe erst vor wenigen Tagen wieder einige Jugendliche auf die Gefahr am Wehr aufmerksam gemacht und musste mich schlimm anpöbeln lassen." Ob es in diesem Fall auch eine Mutprobe war, die misslang, ist nicht bekannt. 

Auch Familien mit Kindern beobachtete Schwingenschlögel wiederholt, als diese in dem gefährlichen Bereich picknicken. 

Hier passierte der schreckliche Unfall

Bilder vom Einsatz am Mangfallwehr in Kolbermoor 

Ähnliche Tragödie an einem Mangfall-Wehr im Jahr 2009

Wie von uns am Mittwoch berichtet, erinnert der schreckliche Vorfall auch an eine Tragödie aus dem Jahr 2009. Das Ehepaar Melanie und Helmut H. (33 und 40) starb damals bei Bad Aibling, als sie zwei Buben (12 und 13) retten wollten, die an einem Mangfall-Wehr in Not gerieten.

Die Kreiswasserwacht Rosenheim und das DLRG drehten aufgrund solcher Ereignisse im Jahr 2011 einen Aufklärungsfilm mit dem Titel "Mangfall - Unterschätze Gefahr"

Quelle: mangfall24.de

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