Karfreitag-Special - Das sagen die Tanzverbot-Befürworter:

Am Karfreitag sollst du still sein

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Um Mitternacht ist Schluss mit lustig. Da verbietet der Staat per „Sonn- und Feiertagsgesetz“ das Weiterfeiern, denn es herrscht Tanzverbot. Ein Verbot mit religiösem Hintergrund, das viele Befürworter findet.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hält zum Beispiel am Gesetz zum Schutz des Karfreitags fest: „Der ernste Charakter der so genannten stillen Tage kommt insbesondere am Karfreitag zum Ausdruck.“ Herrmann finde es zumutbar, an diesem Tag auf großes Feiern zu verzichten.

 „Die Partylaune einschränken“, so nennt es Herrmann - und das findet auch Pfarrer Andreas Zach von der Pfarrei St. Nikolaus in Rosenheim: „Gerade in der heutigen Zeit passt dieses Gesetz besonders gut. Bei soviel Stress und Hektik im Alltag brauchen wir einen Tag der Stille.“ Ein christliches Fest habe auch mit dem Wort „fest“ zu tun: Ein festes Datum im Jahr, das einem Zeit zum Durchschnaufen gibt. „Wir leben in einer Spaßgesellschaft und dieser Spaßfaktor tut nicht immer gut", so der Geistliche.

Dass es aber oft nicht ganz so still abläuft, wie vorgesehen, ist der Polizei bekannt. „Bisher gab es in der Nacht zum Karfreitag allerdings kaum Beschwerden,“ berichtet Franz Sommerauer, Pressesprecher der Polizei Rosenheim. Die Polizei klappere auch nicht gezielt sämtliche Lokalitäten ab, das sei kein Einsatzschwerpunkt. „An dem Tag gibt es nicht mehr Probleme als an anderen Feiertagen. Der Karfreitag fällt nicht aus der Reihe.“

Mal "hören", wie still es in diesem Jahr wird.

Quelle: rosenheim24.de

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