Feuerwehr in Wasserburg bleibt in Bereitschaft

Wasserstand im Griff - Entwarnung am Inn

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Der aktuelle Inn-Pegel in Wasserburg am Freitagvormittag.

Rosenheim - Nach den ergiebigen Regenfällen der letzten Tage steigt die Hochwassergefahr in der Region langsam an. Betroffen ist vor allem der Inn.

UPDATE 17.45 Uhr

Wie die Freiwillige Feuerwehr Wasserburg aktuell gegenüber wasserburg24.de erklärt, wurde die Situation abgewogen und offiziell Entwarnung ausgesprochen. "Wir von der Feuerwehr Wasserburg bleiben in Bereitschaft, es kann die Meldestufe 2 noch erreicht werden, das könnte für die Nacht bedeuten, dass der Wasserpegel auf knapp sechs  Meter steigt", so der stellvertretende Kommandant der FFW Wasserburg, Rudi Göpfert jun.

Für Sonntag gebe es wieder schlechtere Wetteraussichten, so Göpfert im Gespräch mit wasserburg24.de, darum bleibe man wachsam. Die Flutmulde in Feldkirchen etwa soll dicht sein. "Nun kommt ein gewisser Totholz-Anteil zu uns und das Wasser des Inns wird deutlich dreckiger sein", heißt es vom stellvertretenden Kommandant weiter. Baumstämme und Äste mit teils sechs bis acht Metern Länge könnten angeschwemmt werden. Gesperrte Bereiche bleiben weiter geschlossen.

UPDATE 17.15 Uhr

Die Pegel sinken, doch die nächsten Tage bleiben entscheidend. Dennoch können sich die Wasserburger Bürger darauf einstellen, dass die Meldestufe am Freitag nicht weiter nach oben zischt, der Wasserstand geht deutlich zurück, die Niederschläge zogen weiter.

Die Sperrungen am Inndamm bleiben vorerst erhalten. Aktuell ist die Feuerwehr Wasserburg noch am Beraten, ob fürs Wochenende weitere Vorsichtsmaßnahmen eingerichtet werden. Teile des Otto-Geigenberger-Weges am Inndamm und der Ziehweg am Ufer gegenüber der Innfront bleiben noch gesperrt.

Seit Freitagmorgen stieg das Wasser

Der Wasserpegel steigt, der Inn verdient Respekt! Mit erhöhter Vorsicht beobachten Bürger aus Wasserburg aktuell den Wasserstand. Im Bereich der Altstadt von Wasserburg gibt es Momentan einen Inn-Pegel von vier Metern, im Tagesverlauf könnten es noch fünf Meter werden, heißt es nach derzeitigen Prognosen.

UPDATE 15.26 Uhr:

Die stündlichen, aktuellen Messwerte (blau) und die Vorhersage (grün) des Hochwassernachrichtendienstes Bayern.

Es zeichnete sich ein Trend beim Wasserstand des Inns ab. Laut der Tabelle des Hochwassernachrichtendienstes Bayern stieg der Wasserstand viertelstündlich um einen Zentimeter. Aktuell (Stand 15.15 Uhr: 360 cm) ist er jedoch wieder um einen Zentimeter gesunken und befindet sich nun bei 360 Zentimetern. Es ist fraglich, ob der Wasserstand überhaupt Meldestufe 2 erreichen wird, laut den aktuellen Prognosen des Hochwassernachrichtendienstes wird dies nicht passieren.

UPDATE 13.45 UHR: Meldestufe 2 bald erreicht?

Während die momentane Meldestufe 1 lediglich stellenweise kleinere Ausuferungen bedeutet, geben aktuelle Schätzungen für den heutigen Freitag, 17. Juni 2016 ein Erreichen der Meldestufe 2 als wahrscheinlich durch. Derzeit kratzen die Messungen bereits an dieser zweiten Meldestufe. Sollte es weiter Regnen oder aus Österreich und der Schweiz über den Inn zusätzliche Wassermengen kommen, könnte es nach Einschätzungen der Verantwortlichen Feuerwehr vor Ort in Wasserburg sogar die Meldestufe 3 werden. Aktuell sehen Voraussagen jedoch eine Wetterbesserung, daher könnten die Wasserstände stabil bleiben und möglicherweise gegen Abend sogar sinken.

Am Freitagmorgen kam es zu ersten Prognosen. Danach gingen die Meldungen in regelmäßigen Updates ein:

Aktuelle Grafik von 13.45 Uhr am Freitagnachmittag

Eine Überschreitung der Meldestufe 1 an den Pegeln Oberaudorf, Rosenheim/Inn und Wasserburg/Inn sowie Kraiburg und Mühldorf sei laut Vorhersage am Freitag durchaus möglich, hieß es vom Hochwassernachrichtendienst bereits in den frühen Vormittagsstunden. Grund dafür seien die Niederschlagmengen, die neben dem Regen in der Region unter anderem auch von Tirol her Auswirkungen auf den Wasserstand des Inns haben. Den Prognosen zufolge, könnte es in den nächsten Stunden jedoch auch zu einem wieder sinkenden Pegel kommen. Die Einschätzungen von Verantwortlichen vor Ort gehen auseinander.

Leiter des Wasserwirtschaftsamtes beruhigt

"Die Pegel steigen, doch wir rechnen nach wie vor damit, dass es lediglich bei kleineren Hochwassern bleibt", betont der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, Paul Geisenhofer. "Wir sind davon überzeugt, dass es aktuell keinen Grund zur Beunruhigung gibt", so Geisenhofer im Gespräch mit wasserbug24.de. Für den Nachmittag und Abend sollen die Niederschläge zurückgehen. Von der Schweiz und Österreich her kommen allerdings weitere Wassermengen in die Region.

Das bedeuten Meldestufe 2 und 3

Hier geht's zum aktuellen Pegelstand und den Entwicklungen des Inns

Meldestufe 2 bedeutet nach Auskunft des Hochwassernachrichtendienstes, dass land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen passieren könnten. Die Feuerwehr Wasserburg behält die Lage aktuell im Blick und bereitet sich dennoch sicherheitshalber auf eine Meldestufe 3 vor, die möglicherweise in Wasserburg erreicht werden könnte. Einige Grundstücke und Gebäude stehen in unmittelbarer Nähe zum Inn, deshalb sollte man vorsichtig sein, hieß es vom zweiten Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr Wasserburg. Am späten Nachmittag kommt es zu einer Beratung durch Verantwortliche aus Wasserburg, um weitere Vorsichtsmaßnahmen zu besprechen.

Meldestufe 3 bedeutet, dass es sein könnte, dass einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet werden oder Sperrungen überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich werden.

Am frühen Abend sollen eventuell auch am Inndamm in Wasserburg Vorkehrungen getroffen werden, um Überflutungen zu vermeiden. Spaziergängern wird von einer Nutzung des Inndammweges an bestimmten Stellen abgeraten. Aus dem Wasserburger Rathaus heißt es: "Die Meldestufe 2 von insgesamt 4 Meldestufen bedeutet für Wasserburg einen Pegelstand von konkret mindestens 5 Metern. Teile des Otto-Geigenberger-Weges am Inndamm und der Ziehweg am Ufer gegenüber der Innfront werden gesperrt. Ansonsten sind für Wasserburg derzeit keine nennenswerten Beeinträchtigungen zu befürchten. Die Stadt bittet die Sperrungen aus Sicherheitsgründen zu beachten, auch wenn die Wege voraussichtlich nicht überspült werden".

Weitere Informationen gibt es auch unter www.wwa-ro.bayern. Stets aktuell informiert bleiben Sie hier auf wasserburg24.de.

Quelle: rosenheim24.de

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