Katastrophen-Übung: Retter unter Druck

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Seeon / Traunreut - Ein Großaufgebot der Rettungskräfte von DLRG, Feuerwehr, THW, BRK und MHD war am Samstag im Einsatz. Bei spektakulären Übungen wurde der Ernstfall geprobt.

Es wurde eine anhaltende Hochwasserlage im Landkreis angenommmen, ein Großaufgebot an Einsatzkräften wurde alarmiert.

Zunächst wurde am Vormittag gegen 10 Uhr der Alarm geschlagen. Am Seeoner See saßen mehrere Personen auf einer Halbinsel fest. Durch einen Grillunfall kam es zu einem Brand der sich rasch ausbreitete und den Rückweg zum Ufer versperrte.

Eine Menge Rauch und offenes Feuer und einige Detonationen wurden durch die Pyrotechnikgruppe des THW Traunreut produziert.

Katastrophenübung der Rettungskräfte

Ein Einsatzzug mit DLRG, Feuerwehr, THW und BRK-Kräften wurde entsandt. Die alarmierten Retter hatten bis kurz zuvor keine Informationen, was passiert war, eine perfekte Organisation der Helfer war also gefordert.

Die Rettungsaktion lief an und die Verunglückten konnten von der Insel evakuiert werden. Das simulierte Feuer konnte auch schnell vom Boot mit Hilfe einer Wasserkanone und von Land aus durch die Ortsfeuerwehr Seeon gebändigt werden.

Nachdem die Kräfte wieder einsatzklar waren, wurden sie zu einem Wasserrettungseinsatz an die Traun bei Hörpolding gerufen.

An der Traun wurden Rettungskräfte, die wegen dem Hochwasser an dem Fluss arbeiteten von den Wassermassen mitgerissen. Die Verletzten mußten gefunden und versorgt werden.

Danach wurde die Rettung mit Schleifkorbtragen und Aufseiltechniken aus sehr schwierigem Gelände durchgeführt. Eine weggespülte Person mußte von Strömungsrettern mit Raftingbooten in der Traun gesucht werden.

Fast zeitgleich wurde durch die Übungsleitstelle ein schwerer Verkehrsunfall in Hörpolding gemeldet. Die eintreffende Feuerwehr Traunreut fand in der Böschung ein rauchendes, auf dem Dach liegendes Auto. Ein Mensch war eingeklemmt, zwei Personen wurden aus dem Auto geschleudert und schwer verletzt.

DLRG-Sanitäter übernahmen die Erstversorgung, bis ein Sanka des BRK Traunreut und einer des Malteser Hilfsdienstes aus Traunstein eingetroffen waren. Die Befreiung der eingeklemmten Person übernahm das THW Traunreut mit einer Rettungsschere.

Mehr als 100 Personen, 22 Einsatzfahrzeuge und 6 Rettungsboote waren an dem Einsatz beteiligt. Auch die Schminkgruppen des BRK und der Realistischen Unfalldarstellung des MHD Traunstein leisteten ganze Arbeit.

Die gesamte Aktion war ein voller Erfolg. Die Retter haben die extremen Situationen gut bewältigt.

Quelle: rosenheim24.de

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