Gasaustritt: Bewohner zurück in ihren Häusern

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Die Feuerwehr ist beim Gasaustritt in Grabenstätt im Einsatz.
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Grabenstätt - Bei einer Tiefenbohrung ist man auf eine natürliche Gasblase gestoßen. Stundenlang waren anliegende Gebäude evakuiert, am Freitagabend gab die Polizei Entwarnung:

Presse-Abschlussmeldung der Polizei:

Wie mit Mitteilung von heute, 11:53 Uhr berichtet, wurde bei Probebohrungen im Ortszentrum von Grabenstätt, Hauptstraße, gegen 09:30 Uhr eine natürliche Gasblase angebohrt. Auf Grund des Gasaustritts wurde der Bereich großräumig abgesperrt und angrenzende Wohngebäude sowie ein Seniorenheim evakuiert.

Hinweis:

Das um 13:00 Uhr eingerichtete Bürgertelefon des Landratsamtes Traunstein ist seit 18:40 Uhr auf die Gemeinde Grabenstätt, Telefon 08661 98870 umgestellt. Die von der Evakuierung betroffenen Bürger können sich bei Unklarheiten an die dort erreichbaren Mitarbeiter wenden.

Sachstand:

Bei einer Probebohrung für Erdwärme wurde in 12 m Tiefe eine natürliche Gasblase angebohrt. Hierbei trat sofort Gas aus. Messungen der Feuerwehr, die unverzüglich die Sicherung der Schadensstelle einleiteten, ergaben zunächst Hinweise auf akute Explosionsgefahr im Umfeld des Bohrlochs. Ca. 15 Häuser im Umkreis von ca. 100 Meter wurden durch die Polizei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei geräumt. Die Bewohner des benachbarte Seniorenheimes wurde durch das BRK, das auch die Gestrandeten in der Mehrzweckhalle hervorragend versorgte, evakuiert und in das Kreisaltersheim Grabenstätt verlegt.

Das Gas breitete sich nur unmittelbar um das Bohrloch aus. Die Größe des Gasvorkommens ist nicht bekannt. Im Laufe das Einsatzes verringerte sich der Gasdruck. Zusammen mit einem hinzugezogenen Gutachter und Mitarbeitern einer Fachfirma begannen die Experten der Feuerwehr gegen 16:00 Uhr mit der Verdichtung des Bohrlochs. Dazu wurde ein Rohr in das Bohrloch eingeführt, das anschließend mit einer Betonschlämme verdichtet wurde. Über dieses Rohr entwich noch eine geringe Menge des flüchtigen Gases, so dass die Gefahr einer Explosion bzw. einer Entzündung gebannt war.

Die freiwilligen Einsatzkräfte der Feuerwehren werden die Nacht über die Schadensstelle kontrollieren. Derzeit ist nach Rücksprache mit dem Landratsamt Traunstein, dem Traunsteiner Kreisbrandinspektor und den Spezialisten der Feuerwehr vor Ort davon auszugehen, dass gegen 19:30 Uhr die Gefahrenmeldung aufgehoben werden kann. Ebenso wird bis ca. 19:30 Uhr die Stromversorgung im Ortszentrum von Grabenstätt wieder angeschaltet werden können.

Ab diesem Zeitpunkt wird es den evakuierten Bewohnern des betroffenen Bereiches möglich sein, ihre Häuser, Wohnungen und Unterkünfte wieder zu beziehen.

Personen kamen nicht zu Schaden. Über die Höhe eines evtl. Sachschadens liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.

Insgesamt waren ca. 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren der Umgebung, des Rettungsdienstes, des Maltheser Hilfsdienstes und der Polizei vor Ort.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE 19:05 Uhr:

Es kann Entwarnung gegeben werden. Das Gasleck wurde abgedichtet und die Anwohner können wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

UPDATE 16.40 Uhr:

Die Spezialfirma ist nun damit beschäftigt, das Bohrloch zu verdichten, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage von chiemgau24.de mitgeteilt hat. Das Gas soll über ein Rohr kontrolliert entweichen. Danach wird das Rohr mit Mineralbeton aufgefüllt.

Bei optimalem Verlauf sollen die Bewohner in drei bis vier Stunden in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können.

Gas-Alarm in Grabenstätt Teil Drei

UPDATE 16.25 Uhr:

Nach Informationen vor Ort ist die Spezialfirma erst um 15.30 Uhr angerückt. Zudem steht beim Altenheim ein Feuerwehrbus aus Rosenheim bereit, um eine kleine Anzahl von Menschen in Sicherheit zu bringen.

Gas-Alarm in Grabenstätt Zweiter Teil

UPDATE 14.30 Uhr:

Eine Spezialfirma soll eingetroffen sein, die das Loch demnächst verschließen wird. Polizei und Feuerwehr haben den Bereich nun großräumig abgesperrt und ziehen sich jetzt auch selbst zurück. Die Feuerwehr hat lange Schlauchleitungen in den unmittelbaren Bereich des Gasloches verlegt um das austretende Gas im Falle einer Explosion mit Wasserdampf zu bekämpfen. Inzwischen sind das Altenheim, sowie umliegende Wohnhäuser und Ladengeschäfte vollständig evakuiert.

Polizeisprecher Roman Hörfurter im Interview

Derzeit sind weit über 100 Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und des BRK vor Ort. Auch die Erdgasabteilung der Stadtwerke Traunstein sind am Schauplatz eingetroffen.

UPDATE 13.10 Uhr:

Die derzeit laufende Evakuierung betrifft 90 Personen aus den umliegenden Häusern, darunter auch ein Altenheim mit 30 Personen. Für Anfragen wurde vom Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet: Tel. 0861-58314. Die Haltestelle für Schulbusse nach Grabenstätt wurde verlegt zur Mehrzweckhalle (außerhalb des Gefahrenbereiches) - von dort können Eltern ihre Kinder abholen.

Gasaustritt: Evakuierung in Grabenstätt

Erstmeldung:

Bei Probebohrungen im Ortszentrum von Grabenstätt, Hauptstraße, wurde am Freitag den 16. Mai gegen 9.30 Uhr eine natürliche Gasblase angebohrt. Die Meldung über den Gasaustritt ging bei der Integrierten Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr in Traunstein ein. Neben den Fachbehörden erfolgte auch die Verständigung der Polizei.

Nach großräumiger Absperrung wird jetzt durch Fachleute überprüft, wie groß der Gasvorrat im Erdreich tatsächlich ist und ob Evakuierungsmaßnahmen notwendig sind. Aus diesem Grund wurde eine Einheit von der Bayerischen Bereitschaftspolizei angefordert, welche die Kollegen aus Traunstein bei einer eventuellen Evakuierung unterstützen sollen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

hy

Quelle: chiemgau24.de

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