Einstellung gegen Geldauflage

Prozess gegen Polizisten: Steht der Deal?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der verletzte Systeminformatiker kurz nach der Festnahme in Wasserburg

Wasserburg/Traunstein - Bereits am letzten Mittwoch berichteten wird, dass der Prozess gegen den Polizisten wahrscheinlich eingestellt wird. Nun ist es wohl tatsächlich der Fall!

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks haben alle Parteien dem Vorschlag der Vorsitzenden Richterin am Landgericht Traunstein zugestimmt und die Einstellung gegen Geldauflage akzeptiert.

Richterin Christina Braune hatte das am vergangenen Mittwoch vorgeschlagen, weil die Beweisaufnahme "nur wenig Licht ins Dunkle" bringen konnte. Aussagen von Seiten der Zeugen, die zu „einhundert Prozent belastbar“ seien, habe es nicht gegeben.

Nach dem rechtlichen Grundsatz „in dubio pro reo“, im Zweifel für den Angeklagten, könne sich die Kammer nicht alleine auf die Aussage des Geschädigten stützen - zumal ein Gutachter die Angaben zu den Misshandlungen widerlegen konnte.

Somit kann juristisch abschließend nicht geklärt werden, was sich am 1. Januar 2013 zugetragen hat. Der 36-jährige Polizeibeamte soll einen 55-Jährigen körperlich misshandelt haben, so dass dieser mit einem geschwollenen Gesicht aus der Zelle entlassen wurde (siehe Foto im Artikel). Der Polizist sagt, dass die eingesetzte körperliche Gewalt von seiner Seite nur zur Verteidigung gegen den aggressiv aufgetretenen Mann diente.

In erster Instanz hatte das Amtsgericht Rosenheim den Polizeibeamten zu zehn Monaten Haft auf Bewährung, sowie 5.000 Euro Geldstrafe verurteilt.

Damalige Stimmen zum Urteil:

mg

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser