Statistiken rund um den Schulstart

Landkreise gut gerüstet! Hinein ins neue Schuljahr

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Landkreise - Die Schultüte gefüllt, die Aufregung wegen dem ersten Schultag groß. Das neue Schuljahr beginnt mit vielen Herausforderungen und voller Erwartungen. In den Landkreisen der Region sind die Schulen gut gerüstet.

Von gleichbleibenden Schülerzahlen bis hin zu einer Reduzierung im Bereich der Abc-Schützen - alles dabei in den Landkreisen der Region. Die Schulämter sehen sich gut gerüstet fürs neu beginnende Schuljahr. In vielen Teilen der Umgebung wurden die Lehrkräfte aufgestockt.

Rosenheim

Das Schuljahr beginnt und aus dem Schulamt Rosenheim kommen Zahlen, die einen neuen Trend erkennen lassen: Es gibt mehr Klassen und mehr Schüler in der Umgebung - was die Mittelschulen angeht, kommen etliche neue Klassen hinzu. Waren es im Vorjahr insgesamt 809 Klassen, steht der Landkreis Rosenheim mit 834 Klassen mit einem deutlichen Plus da.

Aktiv den Unterricht bereichern werden in diesem Schuljahr 1187 Lehrkräfte. Die Klassenstärken bleiben überwiegend gleich. Der Unterricht für Kinder mit Migrationshintergrund oder Asylbewerberkinder wird wichtiger Bestandteil des Schulalltags im Landkreis Rosenheim. Durch ins Leben gerufene Klassen, die sich auf die Integration und den sprachlichen Erwerb spezialisiert haben, ist es den Kindern möglich, sich schnell in den Schulalltag einzuleben.

Im neuen Schuljahr sind an den Mittelschulen im Schulamtsbezirk Rosenheim 7 Gymnasiallehrkräfte und 8 Realschullehrkräfte eingesetzt. Alle befinden sich in einer Nachqualifizierungsmaßnahme, einem ein- oder zweijährigen Modell, je nach Vorerfahrung. Die Begleitung der Lehrkräfte bedeutet eine große Herausforderung für das Schulamt, die Schulen und die Betreuungslehrkräfte.

Landkreis Mühldorf

Mehr Schüler im Landkreis Mühldorf, die dieses Jahr die Schullaufbahn einschlagen. Genau 1004 Erstklässler kann das Schulamt Mühldorf vorweisen. 3865 Grundschüler im gesamten Landkreis, zudem 2230 Mittelschüler - dies bedeutet eine Mehrung von 81 Grund- und 109 Mittelschülern.

Die Klassenstärken sind unterschiedlich: Von 15 Kindern bis hin zu gut 20 Kindern pro Schule. Zwei Klassen mehr in den Grundschulen werden verzeichnet.

Insgesamt gibt es 37 Klassen, die lediglich 15 Schüler stark sind. Die Zahl der Schüler nimmt wieder zu, das Konzept der Mittelschule werde von Eltern und Schülern immer besser anerkannt, heißt es aus dem Schulamt Mühldorf.

Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting beginnen 955 Schulanfänger ihre Zeit in den ersten Klassen. Insgesamt sind 6053 Schülerinnen und Schüler seit dem 13. September wieder in Stadt und Land unterwegs und gehen in den unterschiedlichen Schularten in den Unterricht.

Grundschüler sind es heuer gesamt 3796 - die Mittelschulen geben eine Schülerzahl von gesamt 2257 Kindern und Jugendlichen an.

Die Klassenstärken bleiben überwiegend gleich: Mit durchschnittlich 20 Schülern pro Klasse wurde eingeteilt.

An den 31 Grund- und Mittelschulen und 3 Privatschulen werden zu Schulbeginn voraussichtlich 540 Lehrkräfte (einschließlich Fachlehrer, kirchlicher Lehrkräfte, Lehrer im privaten Angestelltenverhältnis und sonstiger Lehrkräfte) unterrichten. 

Es stehen insgesamt 26 mobile Reserven zur Verfügung (davon bereits einige verplant). Weitere Lehrkräfte, auch mit Realschul- oder Gymnasialausbildung werden noch gesucht und im Laufe des Schuljahres für anstehende zusätzliche Aufgaben eingesetzt.

Landkreis Berchtesgadener Land

Mit einer stolzen Zahl von 838 Schulanfänger beginnt im Landkreis Berchtesgaden die Schulzeit. Insgesamt besuchen an 27 öffentlichen Grund- und Mittelschulen und 1 privaten Montessori-Schule des Landkreises Berchtesgadener Land im kommenden Schuljahr 4814 Schüler den Unterricht in 227 Klassen.

Das sind 140 Schüler mehr und 5 Klassen mehr als im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt sitzen damit 21,21 Schüler in einer Klasse.

Die Betreuungsangebote der Schulen über die Unterrichtszeit hinaus werden kontinuierlich ausgebaut. Die Anzahl der Gruppen der Mittagsbetreuung, auch der verlängerten Mittagsbetreuung mit ihrer qualitätvollen Hausaufgabenbetreuung, ist für das Schuljahr 2016/17 weiter gestiegen.

Erstmals wird im neuen Schuljahr im Schulhaus Marzoll der Grundschule Bad Reichenhall St. Zeno/Marzoll die Mittagsbetreuung bis 14:00 Uhr an vier Tagen angeboten.

Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, neben der Weiterführung der offenen und gebundenen Ganztagsangebote der Mittelschulen, die offenen Ganztagsangebote für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1- 4 schrittweise einzuführen.

Nach der Vorreiterrolle der Franz-von- Agliardis- Grundschule in Teisendorf mit der Einführung der „Offenen Ganztagsschule“ im Schuljahr 2015/16, wird dieses Betreuungsangebot im Schuljahr 2016/17 auch an den Grundschulen in Piding und Bischofswiesen eingerichtet. Mit diesem Ganztagsangebot wird die Bedarfslücke mit flexiblen Buchungszeiten in schulischer Verantwortung geschlossen. Dieses Ganztagsangebot findet an mindestens vier Wochentagen bis 16:00 Uhr statt und kann von den Eltern flexibel für zwei oder vier Nachmittage gewählt werden.

Ziel ist es, diese Angebotsform schrittweise flächendeckend auf ganz Bayern auszuweiten. Der Übertritt von der Grundschule an die weiterführenden Schulen ist eine wichtige Schnittstelle in der Bildungsbiographie eines Schülers, die es auch im neuen Schuljahr optimal zu gestalten gilt.

Deshalb wird die kind- und begabungsgerechte Übertrittsphase mit den vier zentralen Elementen des Konzepts – verstärkte Elternberatung, Erhöhung der Transparenz durch die Richtzahl von 22 schriftlichen Leistungsnachweisen, Übertritt nach den neuen Bestimmungen mit der Freigabe des Elternwillens nach dem Probeunterricht sowie die Reduzierung des Leistungsdrucks durch die Ankündigung von Probearbeiten – auch im Schuljahr 2016/17 durch die Schulen konsequent umgesetzt.

Landkreis Traunstein

Für exakt 1400 Schulanfänger im Landkreis beginnt die Schulzeit. Das bedeutet für das kommende Schuljahr, dass im Landkreis Traunstein um die 100 Schulanfänger weniger eingeschult werden. Im Vergleich zum letzten Jahr bedeute dies eine Minderung um ungefähr sieben Prozent, heißt es vom Schulamt Traunstein.

Im Grundschulbereich gehen aber insgesamt ca. 30 Schüler mehr. Auch die Anzahl der Klassen erhöht sich hier um 9.

An den 41 öffentlichen und 3 privaten Grund –und Mittelschulen im Schulamtsbezirk besuchen im kommenden Schuljahr insgesamt wieder um die 9300 Schülerinnen und Schüler in 467 Klassen den Unterricht in den 1. mit 10. Jahrgangsstufen. Das sind insgesamt wieder 40 Schüler und 7 Klassen mehr als im vergangenen Schuljahr.

Dabei bleibt der gesamte Mittelschulbereich wie auch schon in den letzten Jahren stabil, wie im Vorjahr besuchen ca. 3400 Schüler in 173 Klassen diesen Zweig. Gefestigte Schulverbünde und erfolgreiche Abschlüsse garantieren dieser Schulart wie gewohnt einen konstanten 35%-gen Schüleranteil im Landkreis.

Eine stabile und feste Größe sind dabei die M-Klassen, in denen die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen die Mittlere - Reife erwerben können. Im kommenden Schuljahr besuchen ca. 1000 Schülerinnen und Schüler in 50 Klassen diesen Schulzweig.

Wie in allen anderen Grund- und Mittelschulklasssen bedeutet das für den Landkreis eine durchschnittliche Schüleranzahl von 19,6 pro Klasse.

Die Ziele der bayerischen Mittelschule, Schaffung solider Grundlagen in Deutsch, Mathematik und Englisch, zielgerichtete und vorausschauende Berufsorientierung, spezielle Klassenformen für Spätentwickler sowie die Sicherstellung der Ausbildungsreife der Schülerinnen und Schüler haben auch im Landkreis Traunstein zur gleichbleibenden Stabilisierung der Schülerzahlen im Mittelschulbereich wie oben erwähnt beigetragen.

Offene Ganztagsgruppen wurden vor allem im Grundschulbereich ausgebaut und sind nun in Chieming, Fridolfing-Tittmoning, Grassau, Obing, Siegsdorf und Ruhpolding, Tacherting, Traunreut, Trostberg, Unterwössen, Waging, Niedernfels und an den Montessorischulen in Grassau und Traunstein installiert. Neben diesen offenen Ganztagesangeboten bestehen gebundene Ganztagsklassen an den Mittelschulen Traunstein, Traunreut und Trostberg, hier sogar bis Jahrgangsstufe neun und im Bereich der Mittelstufe zweizügig.

Gebundene Ganztagesklassen gibt es weiterhin auch an der Grundschule Traunreut Nord, an der Ludwig-Thoma-Grundschule in Traunstein und der Franz-von-Sales Schule Niedernfels.

An nahezu allen Grundschulen werden darüber hinaus kurze und/oder verlängerte Mittagsbetreuungsgruppen angeboten, an den Mittelschulen gehört Jugendsozialarbeit zum Standardangebot.

Dieses Angebot erfährt in Zukunft eine Erweiterung im Grundschulbereich, was sich immer mehr als dringend nötig erweist. Die Grund- und Mittelschulen in Trostberg und Grassau ergänzen vorbildlich mit ihrem Schulprofil „Inklusion“ mit ihren Tandemklassen das spezielle Klassenangebot im Landkreis, ebenso die Praxisklassen an den Mittelschulen Traunstein und Traunreut. Das gilt auch für die sog. B-Klasse des „Traunsteiner Modells“, eine Kooperation einer Migrantenklasse der Berufsschule 1 in Traunstein mit der Mittelschule in Traunstein.

Wieder an die 15400 Lehrerstunden stehen dem Schulamt zur Versorgung des Unterrichts an den Grund- und Mittelschulen zur Verfügung. Alle Klassen haben ihren Klassenlehrer und für den Fachunterricht werden zusätzliche Lehrer sowie Fachlehrerinnen und Fachlehrer eingesetzt. Neu dabei ist, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl Realschul- und Gymnasiallehrkräfte sich einer zweijährigen Nachqualifizierung unterzieht und so den Lehrermangel an den Mittelschulen im Landkreis kompensiert.

Die Grund- und Mittelschulen des Landkreises Traunstein sind für das neue Schuljahr in Bezug auf personeller Ausstattung und den Klassenhöchstgrenzen gut ausgestattet und dabei hoffentlich auch für unvorhergesehene Ereignisse gewappnet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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