Eklige "Mutproben" in Kaserne Mittenwald

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In der Edelweiß-Kaserne in Mittenwald sind Gebirgsjäger stationiert. Ob diese Kaserne vom Missbrauchsskandal auch betroffen ist, ist noch unklar

Mittenwald - Skandal bei den Gebirgsjägern in Mittenwald: Mussten hier Soldaten mit abartigen Ekel-Tests ihren "Mut" beweisen? Der Verteidigungsminister fordert Konsequenzen.

Bei den Bundeswehr-Gebirgsjäger im oberbayerischen Mittenwald sind junge Soldaten mit entwürdigenden Mutproben und Aufnahmeritualen schikaniert worden. Das berichtet tz-online.

Diese mussten bis zum Erbrechen Alkohol trinken und rohe Schweineleber essen, um in einer internen Hierarchie aufsteigen zu können, berichtete ein ehemaliger Rekrut in einer Beschwerde an den Wehrbeauftragten des Bundestages, Reinhold Robbe. Auch würden Soldaten gezwungen, sich vor Kletterübungen vor den versammelten Kameraden zu entkleiden. Das berichteten die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch) und das ZDF.

Ein Sprecher der für die Gebirgsjäger zuständigen Einheit bestätigte die Vorfälle der dpa: "Die Rituale haben sich zwischen Mannschaftsdienstgraden vollzogen." Ältere Soldaten des Hochgebirgsjägerzuges hätten von jüngeren bestimmte Aufnahmerituale verlangt, "um als echte Gebirgsjäger zu gelten". Vorgesetzte seien aber nicht beteiligt gewesen.

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verlangte im ZDF: "Aufklären, abstellen und Konsequenzen ziehen." Guttenberg hat selbst in Mittenwald seinen Wehrdienst geleistet.

Der Bundeswehrverband hat Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal in der Kaserne im oberbayerischen Mittenwald gefordert. "Eins ist klar, es muss hier ganz deutlich und auch mit aller Konsequenz gehandelt werden", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Kirsch im Fernsehsender N24. "Wenn sich das alles so bestätigt, wie es sich heute darstellt, dann müssen die zur Rechenschaft gezogen werden, die das gemacht haben, und auch diejenigen, die weggeschaut haben."

Quelle: rosenheim24.de

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