Deutschland Hauptsponsor des Wintersports

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Katharina Witt wirbt für Olympia 2018 auf einer Pressekonferenz in London.

London - 50 Prozent der weltweiten Sponsoren im Wintersport kommen aus der deutschen Wirtschaft. Das machte Katharina Witt am Dienstag London klar. Am Donnerstag steht dort eine Präsentation vor dem IOC an. Wie die Chancen stehen:

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Drei Monate vor der Entscheidung über die Olympiastadt 2018 geht der Kandidat München auf internationaler Bühne groß in die Offensive. Am Donnerstag wird die bayerische Bewerbungsgesellschaft bei der enorm wichtigen Präsentation vor rund 35 Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in London erstmals deutlich machen, dass deutsche Sponsoren der Hauptfinanzier der Wintersport-Welt sind. Die Münchner Interessen vertritt dabei auch der als neuer Bundesinnenminister für den Sport zuständige Hans-Peter Friedrich.

Damit setzt München ganz bewusst ein Gegengewicht zu Pyeongchang/Südkorea, das vor der Entscheidung über Winter-Olympia 2018 am 6. Juli in Durban/Südafrika - dritter Kandidat ist das wenig chancenreiche Annecy/Frankreich - als leichter Favorit gilt. Nicht zuletzt darum, weil ein Wirtschaftsgigant des asiatischen Landes (Samsung) nicht nur Hauptsponsor des IOC ist, sondern als einer der größten Geldgeber des Weltsports gilt. Ausnahme: Wintersport. Dies ist eine deutsche Domäne.

„50 Prozent der weltweiten Sponsorengelder in den sieben Wintersportarten kommen von deutschen Unternehmen“, machte Katarina Witt bereits am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der britischen Metropole deutlich. Die Kuratoriums-Vorsitzende von München 2018 spielte zudem die „Milliarden-Karte“ und wies darauf hin, welche Wirtschaftskraft in Lande des Kandidaten München in den Sport fließt: „Deutsche Sponsoren investieren derzeit 2,6 Milliarden Euro jährlich in den Sport. Bei Zuwachsraten von 6,3 Prozent, die es in den vergangenen Jahren trotz Wirtschaftskrise gab, wären das bis 2020 rund 22 Milliarden.“

Der Rivale Pyeongchang hat Deutschland zwar den IOC-Hauptsponsor voraus, doch deutsche Unternehmen zählen im Gegensatz zur südkoreanischen Konkurrenz zu den großen nationalen Sponsoren der beiden kommenden Olympia-Gastgeber. Zwei Unternehmen unterstützen London 2012 (BMW, adidas), eines die Winterspiele 2014 in Sotschi (VW).

Südkorea gilt auch deshalb als aussichtsreich, weil es dem Wintersport in Asien einen großen Markt öffnen könnte. Ob das Interesse am Wintersport dort stark ausbaubar ist, scheint zumindest zweifelhaft. Außer Eiskunstlauf und Shorttrack interessiert dort nicht viel. Beispiel Ski alpin: Von der WM in Garmisch-Partenkirchen berichtete nur ein asiatischer Sender (Japan), Olympia-Bewerber Südkorea präsentierte seinen Sportfans keine Bilder vom deutschen Großereignis.

Bei der Pressekonferenz wurde deutlich, dass die Probleme mit dem Widerstand der Grundbesitzer und dem Protest der Umweltschützer in Garmisch-Partenkirchen längst bei den internationalen Medien angekommen ist. Katarina Witt, diesmal angesichts ihres enormen Terminstresses nicht ganz die Souveräne früherer Auftritte, sagt, es sei Ausdruck einer Demokratie, dass es in solchen Fällen auch einen Bürgerentscheid geben könne. „Aber wir sehen dem Votum am 8. Mai mit Zuversicht entgegen. Und darüber hinaus spüren wir die Unterstützung von weiten Teilen der Bevölkerung und der Politik.“

Sid ho jm

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