"Ich bin der Bussi-Schorschi, und wer bist du?"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Georg Weiß (Zweiter von links) mit Markus Weber, Komponist des "Bussi-Songs" (hinten), im Tonstudio. Foto Rumberger

Schechen - Er lässt wirklich nichts aus: "Vom Bauernbub zum Medienstar" lautet der Titel eines Buches, das bald über Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi" erscheinen wird.

Nicht nur durch diverse Rechtsstreitigkeiten mit der Gemeinde Schechen, sondern auch als champagnertrinkender Lebemann, der nur allzu gerne in der Münchener Schickimicki-Szene verkehrt, hat sich der Schechener Bauunternehmer und Christbaumverkäufer Georg Weiß alias "Bussi Schorschi" über die Grenzen Rosenheims hinaus einen Namen gemacht.

Lesen Sie auch:

Bussi-Schorschi will Wiesn-Star werden

"Bussi-Schorschi": Pferdehalter als Leidtragende?

Event-Stadl oder Lagerhalle?

"Bussi-Bauschutt": Landratsamt nimmt's ganz genau

"Je mehr roter Teppich, desto besser"

"Bussi-Schorschi will hoch hinaus"

"Bussi-Schorschi hat Kult-Potential"

So richtig in Schwung kam Weiß' Medienkarriere allerdings erst durch ein Video, das der Möchtegern-Star bei einer Produktionsfirma in Auftrag gegeben und das ihn als etwas überdrehten Kleinstadt-Gigolo gezeigt hatte. 60000 Klicks erzielte der Film im Internet - und prompt wurde eine bekannte Münchner Produktionsfirma auf das "Rosenheimer Original" aufmerksam. Das Angebot, eine achteilige DokuSoap mit ihm als Protagonisten für den Sender "RTL 2" zu drehen, folgte auf dem Fuß.

"Da mich die Welt der Schönen und Reichen immer schon interessiert hat, war ich natürlich sofort mit dabei", erzählt Weiß. "Allerdings ist mir wichtig, dass die Leute wissen, dass ich nicht genau so bin, wie ich im Fernsehen dargestellt werde." 70 Prozent der Produktion sei Schauspielerei.

Der Inhalt der Serie ist leicht auf den Punkt gebracht: So begleitet ein Kamerateam Weiß auf Firmenevents, schaut ihm als arbeitenden und baggerfahrendem Bauunternehmer über die Schulter und begleitet ihn auf den roten Teppichen dieser Welt in der High Society.

Die Schechener Firma, die er als 19-Jähriger übernommen hat, ist und bleibt für Weiß sein erstes Standbein, wie er herausstellt. Seinen Ausflug in die Fernseh-Landschaft bezeichnet er vielmehr als "zusätzliches und ausbaufähiges Hobby, das spannend ist und viele Türen öffnet".

Obwohl die Doku-Soap laut Weiß erst im Herbst ausgestrahlt werden soll, hat Weiß laut eigener Aussage schon das Angebot auf eine Fortsetzung auf dem Tisch liegen. "Mir wird immer wieder bestätigt, dass ich der geborene Schauspieler bin. Durch mein starkes Selbstbewusstsein war ich auch beim Dreh wortgewandt, spontan, witzig und schlagfertig, was beim Produktionsteam gut angekommen ist." Nein, Bescheidenheit ist tatsächlich nicht seine herausragendste Eigenschaft des polarisierenden Schecheners.

Wie hoch seine Gage für die Doku-Soap ist, wollte der Geschäftsmann nicht genau sagen. Aber es handle sich um "einen äußerst lukrativen Nebenverdienst". Weil er "selbst der beste Agent mit dem größten Verhandlungsgeschick ist", verzichtet der Sunnyboy, der inzwischen schon die 40 überschritten hat, auf einen Manager.

Dabei gibt es laut Weiß noch weitere Angebote für "Nebenverdienste": Ein "bekannter Erfolgsautor" schreibe derzeit die Geschichte von Weiß unter dem Titel "Vom Bauernbub zum Medienstar in nur einem Jahr" auf, eine große Münchener Brauerei wollte außerdem das "bayerische Unikat" als Werbegesicht haben, ein Designer plane gar eine "Bussi-Schorschi-Kollektion" mit Lederhose, weißem Hemd und weißer Brille und schließlich werde er regelmäßig für Schlagerfestivals von Plattling bis Kitzbühel als "Bussi-Schorschi mit seiner Gesangspartnerin Lara Bianca Fuchs gebucht, um seine erste CD "Ganz in Weiß" vorzustellen.

Allerdings sei diese CD erst der Anfang von seiner Karriere als Sänger gewesen: Mit der bekannten Show-Band "Die Kirchdorfer" nahm der "Bussi-Schorschi" jetzt den "Bussi-Song" auf, den der Kirchdorfer-Chef, Markus Weber, extra für Weiß komponiert und getextet habe. Nicht nur das Rosenheimer Herbstfest, sondern auch das Münchener Oktoberfest, wo die "Kirchdorfer" im Hackerzelt spielen wird, möchten die Musiker mit ihrer "Neuverpflichtung" kräftig aufmischen. Auch bei der Bewerbung um den diesjährigen Münchner Wiesnhit, den Radio Gong und die Münchner "tz" suchen, wollen die Macher ganz vorne landen. Der Refrain geht folgendermaßen: "Ich bin der Bussi-Schorschi, Champagner genannt, bin sexy und charmant. Die Frauenherzen fliegen mir zu. Ich bin der Bussi-Schorschi - und wer bist du?"

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser