Milchvermarktung - 24h frisch ab Hof einkaufen

Milch auf Knopfdruck - Eine Lösung für die Bauern?

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Landkreis Berchtesgadener Land - Aufkleber auf Milchprodukten, Direktvermarktung, Hofläden - Das Thema Milch polarisiert:

Seit einigen Monaten tauchen im Landkreis Berchtesgadener Land immer wieder Aufkleber auf Milchprodukten auf die in Discountermärkten verkauft werden und die nicht aus unserer Region stammen. Darin ruft eine Vereinigung namens "Der Bauernstand" die Verbraucher dazu auf, mehr regionale Produkte zu kaufen

BGLand24.de hat diese Aufkleberaktion nicht nur redaktionell beleuchtet, sondern es auch geschafft,mit der Vereinigung "Der Bauernstand" ein ausgiebiges Interview zu führen. Die Aufforderung an die Verbraucher, mehr regionale Produkte zu erwerben ist ....

Alternative Vermarktungsmöglichkeiten für Milchbauern?

Immer mehr Bauern versuchen per Direktvermarktung ab Hof ihre Produkte persönlich an die Frau und den Mann zu bringen. Dazu gehören Hofläden, Marktstände, Bio-Bringservices, etc. Während der Verbraucher von den frischen Produkten profitiert, hat der Bauer die Chance auf einen Nebenerwerb. 

Immer mehr Bauern setzen mittlerweile aber auch auf sogenannte Milchautomaten. Darunter versteht man einen Automaten, aus der sich der Verbraucher selber 24-h Stunden täglich, seine (Roh-) Milch abzapfen kann. 

Bauernstand begrüßt Milchautomaten

BGLand24.de hat zunächst einmal den Bauernstand befragt, was er von dieser Idee hält:

"Wir begrüßen diese Variante des Milchvertriebes sehr. Sie garantiert frische, vollwertige Milch, welche nicht erst unzählige Maschinen und Abfüllanlagen durchlaufen muss, bis sie als kaufbares Produkt im Regal steht. Durch den Wegfall des Abholens und des Auslieferns durch große LKWs der Milchwerke wird auch die Umwelt geschont. Der Bauer kann seine Milch direkt an den Endkunden verkaufen und den Preis nahezu selbst bestimmen. Allerdings muss dieser Direktverkauf mit den Milchwerken abgestimmt werden, da diese in der Regel alleiniger Abnehmer der Milch sein wollen, was auch vertraglich so geregelt ist. Wir würden uns wünschen, dass es bald in mehreren Dörfern solche Milchtankstellen gibt. Denn frisch schmeckt die Milch immer noch am besten", so ein Verantwortlicher von der Vereinigung von "Der Bauernstand".

Wo überall gibt es eigentlich schon Milchautomaten?

Über unterschiedliche Internetpräsenzen, wie zum Beispiel milchtankstellen.com oder ab-hof-automat.de kann man sich darüber informieren wo es in der Nähe einen Milchautomaten gibt. Die Übersichten liefern interessierten Kunden  eine detaillierte Übersicht inklusive Kartendarstellung und Kontaktdaten für den Erwerb der frischen (Roh-)milch. Außerdem können sich interessierte Bauern über die Automaten und Vertriebswege informierten. 

Wie funktioniert ein Milchautomat?

Ein Milchautomat liefert dem Verbraucher rund um die Uhr frische Rohmilch. Im Gegensatz zu den Milchprodukten, die im Supermarkt gekauft werden und bereits behandelt sind, ist die Rohmilch direkt vom Erzeuger unbehandelt und frisch. Allerdings muss der Bauer den Käufer darüber informieren, dass Rohmilch vor dem Verzehr aus gesundheitlichen Gründen immer abgekocht werden sollte. Der Kunde bestimmt per Knopfdruck wie viel Milch er haben möchte und kann dann nach dem Bezahlen die gewünschte Menge abzapfen.

Milchautomaten im Berchtesgadener Land ?

In der Tat - auch im Berchtesgadener Land gibt es einen Milchautomaten. Auf dem Buchwinkler Hof in Saaldorf.  Heruntergekühlt auf sechs Grad, wird hier täglich aufgefüllt und kann rund um die Uhr von den Käufern eigenständig abgefüllt werden. Vermag solch ein Automat in viele Regionen Deutschlands eine lohnenswerte Alternative sein, scheint das für den Landkreis Berchtesgadener Land eher fraglich zu sein. 

"Das Berchtesgadener Land zahlt weiterhin den national höchsten Milchpreis an ihre 1800 Landwirte, den Eignern der Molkerei. "Wir glauben nicht, dass solche Einkommensalternativen im Berchtsgadener Land gefragt sind", so Barbara Steiner-Heinz von den Berchtesgadener Milchwerken. " Als Mitglieder der Molkereigenossenschaft haben die Landwirte eine Lieferverpflichtung und die Molkerei eine Abnahmeverpflichtung. Insofern ist abgesehen vom Eigenverbrauch eine Abgabe an Dritte im Rahmen der Milchlieferordnung nicht vorgesehen. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung von Vorstand und Aufsichtsrat.", so Steiner-Hainz weiter.

Was die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zu Milchautomaten im Berchtesgadener Land sagt, lesen Sie in unserem morgigen Exklusivinterview auf BGLand24.de

Quelle: BGland24.de

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