Oktoberfest-Aufbau: So wächst die Wiesn

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Blick aufs Hippodrom: So sieht es während der Bauarbeiten aus.

München - Noch knappe sechs Wochen bis zum Start der Jubiläums-Wiesn. Die Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Grund genug, sich auf der Theresienwiese einmal umzuschauen:

Der Countdown zur Jubiläums-Wiesn läuft: Am 18. September heißt es auf der Theresienwiese wieder „O’zapft is!“ Noch knappe sechs Wochen Zeit für OB Christian Ude, sich auf den Anstich vorzubereiten. Rund sechs Millionen Besucher werden dann 17 Tage lang auf dem größten Volksfest der Welt feiern, was das Zeug hält. Die Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Grund genug, sich auf der Wiesn einmal umzuschauen:

Bilder vom Wiesn-Aufbau

So wächst die Wiesn

37 Tage vor dem Anstich nimmt die Festwiese immer mehr Gestalt an: Es wird gewerkelt was das Zeug hält, oft bis zu zwölf Stunden am Tag. Mittlerweile stehen bei allen 14 Wiesn-Zelten die Grundmauern und die Hauptfassaden. Auch die Dächer, die aus riesigen Zeltplanen bestehen, sind gedeckt. Die Arbeiter, die sich um den Aufbau der Zelte kümmern, hatten in den vergangenen Wochen mit argem Wetter zu kämpfen: Dauerregen in der Landeshauptstadt! Trotzdem, Grund zur Sorge, der Aufbau könnten nicht rechtzeitig fertig werden, gibt es nicht. Wirte-Sprecher Toni Roiderer: „Die werden schon fertig. Des san alles absolute Profis. Die arbeiten bei jedem Wetter. Bei schlechtem innen und wenn’s wieder besser ist, machen’s draußen weiter.“ Er muss es wissen, schließlich ist er seit 21 Jahren Chef des Hacker-Zelts.

Auch der Organisator der Jubiläums-Wiesn und Präsident des Festring, Karl-Heinz Knoll, ist nicht beunruhigt: „Mia fanga sogar scho’ am 17. September an.“ Mit der Jubiläums-Feier zum 200. Geburtstag.

Arbeiten bis auf den letzten Drücker

Bauleiter Karl Rauffer hat beim Käferzelt alles im Griff.

Auch bei Karl Rauffer, dem Bauleiter von Käfer’s Wiesn Schänke, ist bisher alles im Lot. Trotz des schlechten Wetters konnte sein 30 Mann starkes Team den Zeitplan einhalten, obwohl der Regen schon „unerträglich war. Die Wiesn wird fertig! Notfalls müssen wir auch sonntags arbeiten, hilft ja nix. Der Termin steht“, erzählt ­Rauffer, dessen Familie bereits in der dritten Generation für den Aufbau vom Käferzelt verantwortlich ist. Das schlechte Wetter sei für den Aufbau keine Katastrophe, das sei man schließlich gewöhnt. Auch 2002 hatte es lange und viel geregnet – und am Ende stand das Zelt auch. Trotzdem stellt sich Karl Rauffer schon einmal darauf ein, dass es wie in den letzten Jahren ablaufen wird: Arbeiten „bis auf den letzten Drücker.“ Mit einem Augenzwinkern verrät er: „Die Musiker gehen vorne rein und die Handwerker hinten raus. So ist das jedes Jahr auf der Wiesn.“

Es gibt viele „Altlasten“

Alles neu im Winzerer Fähndl

Ganz so rund wie bei seinen Kollegen läuft es für Thomas Konietschke nicht, der als Bauleiter und Architekt für das neue Winzerer Fähndl verantwortlich ist: „Es könnte besser laufen. Gerade ist alles eher knapp.“ Im Gegensatz zu den anderen Wiesnzelten, wird das Winzerer Fähndl heuer komplett umgebaut, es soll heller und größer werden. „So ein neues Zelt hat seine Tücken, die erst während des Fein-Tunings ans Licht kommen.“ Bisher arbeiten 35 Mann von Montag bis Samstag fieberhaft an der Fertigstellung des Paulaner-Festzeltes. „Im Laufe dieser Woche wird sich zeigen, ob wir noch mehr Arbeiter brauchen, oder ob wir es so schaffen“, erzählt Konietschke. Vor allem bei der Infrastruktur hapere es. Bisher waren beispielsweise die Leitungen überirdisch verlegt, jetzt sollen sie im Boden verlegt werden. „Es gibt viele Altlasten, die erst nach und nach rauskommen. Trotzdem, wir schaffen das schon“, lacht er zuversichtlich.

Das Wetter ist wurscht! Des wird scho’ alles …

Bauen das Schützenzelt auf: Richard Hartl (r.) und sein Team.

Für den Bautrupp um ­Zimmermann Richard Hartl, der sich schon seit fünf Jahren um den Aufbau der Schützenfesthalle kümmert, war das Wetter keine Katastrophe: „Der ganze Aufbau war bisher verregnet. Das ist schon unangenehm, aber da müssen wir halt durch.“ Es werde dann eben unter Planen gearbeitet. Mit nur zehn Mann stemmt Richard Hartl den kompletten Zeltaufbau, den Innenausbau und die Verlegung der Fußböden – deshalb musste seine Mannschaft von Treffler Holzbau auch an den ersten drei Samstagen ran. Erst, wenn sein Team fertig ist, kommen die Dekorateure, Elektriker und Rohrverleger, die sich dann um die restliche Fertigstellung des Zeltes kümmern, das besonders bei den jungen Münchnern beliebt ist. „Des wird scho alles. Keine Sorge“, lacht Hartl, bevor es wieder an die Arbeit geht.

J. Steinacker, N.Wilcke

Quelle: Oktoberfest live

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