Kontrolle der Schleierfahnder auf der A8

Vollsperrung durch Polizei erzeugt kilometerlangen Stau

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Bad Reichenhall/Piding- Eine vierstündige Autobahnsperrung auf der A8 in Richtung Salzburg durch die Polizeiinspektion Traunstein verursachte einen kilometerlangen Stau.

Eine großangelegte Kontrollstelle führten die Pidinger Schleierfahnder in der Nacht von Donnerstag, 13. Oktober auf Freitag, 14. Oktober auf der A8 in Fahrtrichtung Salzburg durch.

Dabei waren neben den eigenen Fahndern auch Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes, und Kollegen der österreichischen Schengenfahndung Wals-Siezenheim beteiligt. Die technische Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei Dachau sorgte mit Licht und Stromversorgung für die notwendige Logistik.

Mit Unterstützung der Autobahnmeisterei Siegsdorf sperrten die Beamten zwischen 21 Uhr und 1.30 Uhr die Fahrbahn in Richtung Salzburg und leiteten den gesamten Verkehr kurz vor dem Grenzübergang Bad Reichenhall-Autobahn in den dortigen Lkw-Parkplatz.

Die Ausleitung führte zwischenzeitlich zu einem etwa zwei Kilometer langen Stau. Ziel der Kontrollen war die Bekämpfung der internationalen Kfz-Verschiebung, der Schmuggel von Diebesgut sowie Betäubungsmitteln und das Erkennen von extremistischen Straftätern.

Während der Sperre wurden insgesamt etwa 200 Autos, Kleintransporter, Lkw und internationale Linienbusse  zur Kontrolle angehalten. Es kam zu 770 Personenüberprüfungen. Das Gepäck und die mitgeführten Gegenstände der Fahrzeuginsassen wurden hinsichtlich verbotener Gegenstände und Schmuggelware kontrolliert.

Fahren ohne Führerschein und ohne Haftpflichtversicherung

Gegen 22.15 Uhr kam es zur Anhaltung eines Skoda Fabia aus der Slowakei. Der 39jährige Fahrer konnte keinen Führerschein vorzeigen und gab auf Befragen zu, über keine Fahrerlaubnis zu verfügen. Er sei nur deshalb am Steuer, da sein Begleiter zu müde zum Fahren geworden wäre. Er wurde angezeigt und gegen Nachweis einer ladungsfähigen Anschrift auf freien Fuß gesetzt.

Um 23.55 Uhr hielten die Fahnder einen schwarzen Audi A4 mit rumänischer Zulassung zur Kontrolle an. Die Überprüfung im Polizeicomputer eines im Fond mitreisenden 35jährigen Rumänen erbrachte eine Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Ladendiebstahl.

Bis zur Kontrolle hoffte er, nicht entdeckt zu werden und verweigerte die Zahlung. Da er das Geld an der Kontrollstelle nicht aufbringen konnte, wurde er zunächst festgenommen. Auf der Pidinger Dienststelle griffen ihm die Mitreisenden finanziell unter die Arme und ersparten ihm eine zehntägige Ersatzfreiheitsstrafe. Nach Bezahlung der geforderten Geldstrafe konnte er die Weiterreise antreten.

Den nächsten Fahndungstreffer stellten die Beamten gegen 0.30 Uhr fest. Ein grauer VW Passat aus dem Raum Schwäbisch Hall weckte das Interesse der Schleierfahnder. Im Rahmen der Kontrolle spuckte der Polizeicomputer einen Suchvermerk der Zulassungsstelle aus, da für das Fahrzeug keine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung mehr bestand.

Der Fahrer, ein 49jähriger ungarischer Trockenbauer, war zugleich Halter des VW Passat. Die Weiterfahrt mit dem nicht versicherten Pkw wurde unterbunden und die Zulassungsstempel von den Kennzeichen entfernt. Der Ungar wurde wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und gegen die Abgabenordnung angezeigt. Seine Fahrt konnte er erst am Folgetag nach Vorlage einer neuen Versicherung fortsetzen.

Insgesamt verlief die Fahndungskontrolle aus Sicht der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein erfolgreich. Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Behörden, insbesondere der österreichischen Kollegen machten deutlich, dass die grenzüberschreitende Kriminalitätsbekämpfung an der bayerisch-österreichischen Grenze nicht endet.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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