ZUGUNGLÜCK BEI BAD AIBLING - Neue Details bekannt

Wegen Sturmwarnung sollten die Züge in Bad Aibling kreuzen

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Bad Aibling - Am 9. Februar stießen zwei Züge auf der Bahnstrecke Holzkirchen - Rosenheim frontal zusammen. Dabei verloren zwölf Menschen ihr Leben. Der Fahrdienstleiter muss sich im November vor Gericht verantworten. Nun kommen neue Details ans Licht.

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Am 9. Februar kam es bei Bad Aibling zum folgenschweren Zusammenstoß zweier Züge, bei dem mehrere Menschen getötet und verletzt wurden. Mitte Juli erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Fahrdienstleiter, der angeblich durch ein Handyspiel abgelenkt gewesen war. Daraus resultierten wohl die folgenschweren Fehlentscheidungen, die zu dem schrecklichen Unglück geführt haben. Am zehnten November beginnt der Prozess

Der Fahrdienstleiter wird sich dann wegen fahrlässiger Tötung in zwölf Fällen und fahrlässiger Körperverletzung in 89 Fällen vor dem Landgericht Traunstein verantworten müssen.

Kleine Anfrage beim Deutschen Bundestag

Die Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner, Stephan Kühn und Matthias Gastel, sowie weitere Abgeordnete und die Fraktion Bündnis90/Die Grünen stellten bereits am achten April beim Deutschen Bundestag eine kleine Anfrage bezüglich der Leit- und Sicherungstechnik zwischen Bad Aibling und Kolbermoor. Hieraus werden neue Details zum Unglückstag bekannt.

Warum kreuzten sich Züge nicht in Kolbermoor

In der Vergangenheit stellte sich häufig die Frage, warum sich zum Unglückszeitpunkt bereits der Gegenzug auf der Strecke befand, obwohl die Zugkreuzung im Regelfall in Kolbermoor von statten geht. Mehrere User, die regelmäßig auf dieser Strecke unterwegs sind hatten gegenüber mangfall24.de bestätigt, dass vor dem Unglück immer in Kolbermoor gekreuzt wurde. 

Sturmwarnung am Unglückstag

Wie nun aus der Antwort des Deutschen Bundestages unter Punkt acht ersichtlich wird, soll eine Sturmwarnung der Grund für die außerplanmäßige Kreuzung in Bad Aibling gewesen sein:

Auszug aus der Anfrage 

"Wurden nach Kenntnis der Bundesregierung am 9. Februar 2016 oder in den Vortagen außerplanmäßige Zugkreuzungen im Bahnhof Kolbermoor hergestellt? Wenn ja, um wie viele derartige Ereignisse hat es sich gehandelt (bitte nach Tag, Uhrzeit und betroffene Zugnummern aufschlüsseln)?"

"Bekannt ist, dass im Zusammenhang mit einer Sturmwarnung am Unfalltag eine ursprünglich in Kolbermoor vorgesehene Zugkreuzung in Bad Aibling stattfinden sollte. Die verlangten detaillierten Auskünfte können derzeit nicht gegeben werden, weil die Zweigstelle Rosenheim der Staatsanwaltschaft Traunstein die relevanten Zugmeldeunterlagen beschlagnahmt hat."

Genauere Details werden in der Verhandlung im November bekannt werden.

Die angesetzten Prozesstage:

  • Donnerstag, 10. November 
  • Montag, 14. November 
  • Montag, 21. November 
  • Montag, 28. November 
  • Donnerstag, 1. Dezember 
  • Freitag, 2. Dezember 
  • Montag, 5. Dezember

Quelle: mangfall24.de

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