Wasserburg - Die Aufgaben für den TSV Wasserburg werden nicht einfacher. Nach Tabellenführer Freiburg wartet jetzt der Tabellenzweite Wolfenbüttel:

© Altschuh
Auf Brittaney Raven (Bildmitte) und ihre Mitspielerinnen wartet am Sonntag eine schwere Heimaufgabe.
Mit dem kleinen Unterschied, dass das Team von Wanda Guyton und Hans Brei Heimvorteil hat (Sonntag, 16 Uhr, Badria-Halle).
Trotz der sibirischen Temperaturen werden die Fans ein heißes Match zu sehen bekommen zwischen zwei Teams, die unbedingt gewinnen wollen. Wolfenbüttel, um an Freiburg dran zu bleiben, Wasserburg, um nicht aus den Play-offs zu rutschen. "Mit jeder Niederlage wird's schwerer, weil die nervliche Belastung größer wird. Da brauchen wir gar nicht drum rumreden", meint Hans Brei. "Uns helfen keine guten Worte, nur Siege." Wolfenbüttel eignet sich allerdings nicht als Aufbaugegner, denn die Damen aus Niedersachsen verkörpern das, was dem Titelverteidiger fehlt: Konstanz, Ausgeglichenheit, Geduld. "Die Hoffnung, dass sie einen schlechten Tag haben, können wir gleich ad acta legen! Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir 40 Minuten lang gut Basketball spielen", macht der Coach deutlich. Wolfenbüttel hat in der Vorrunde zwar in Marburg und Oberhausen verloren, dafür eroberte man die Festung in Freiburg. Trainer Vlastibor Klimes kann inzwischen personell aus dem Vollen schöpfen, die langzeitverletzten Suska Berger und Natasha Harris sind wieder dabei
Damit kann Klimes mindestens neun starke Spielerinnen rotieren lassen, von denen fünf im Schnitt zweistellig punkten. Mit Katharina Fikiel hat Wolfenbüttel die derzeit vielleicht beste Centerin der Liga, an der auch Bundestrainer Andreas Wagner künftig nicht mehr vorbeikommt. "Auch die US-Girls sind stark, die Neuzugänge haben alle eingeschlagen. Wolfenbüttel spielt nicht spektakulär, aber clever, konstant und abgezockt. Deshalb sind sie so gut, deshalb stehen sie so weit oben", urteilt Brei.
Beim Titelverteidiger wurde auch diese Wochen akribisch an den Schwächen in Defensive gearbeitet. Brei und Guyton gefällt nicht, dass es immer wieder Phasen in einem Match gibt, in denen die Intensität rapide sinkt. In diesen wenigen Minuten fängt sich Wasserburg regelmäßig den entscheidenden Rückstand ein. Das liegt nicht am System, es sind viele kleine individuelle Dinge, die geklärt und besser gemacht werden müssen. Auch auf die Reboundarbeit haben die Coaches besonderen Wert gelegt und dem gesamten Team klar gemacht, dass eine Bilanz von -22 beim Rebound wie in Freiburg nicht akzeptabel ist. Die notorische Abschlussschwäche ist angesichts der Trainingsleistungen allen Beteiligten ein Rätsel. Im neuen Jahr hat der deutsche Meister noch nie über 40 Prozent aus dem Feld verwandelt. Ein paar Punkte mehr im Angriff würden natürlich den Druck von der Verteidigung nehmen. Ob Wolfenbüttel die Punkte am Inn lässt, wird sich zeigen, die Molkerei Bauer, der ehemalige Hauptsponsor, verwöhnt die Fans am Sonntag jedenfalls mit seinen ausgezeichneten Produkten. Zudem werden fünf Abendessen- beziehungsweise Frühstücksgutscheine in Wasserburger Lokalitäten verschenkt.
fd/Oberbayerisches Volksblatt
Quelle: Rosenheim24.de


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